Auf einen Blick


Pressemitteilung

293/2015/55/A
München, den 20. Oktober 2015

Gut drei Millionen vollstationäre Krankenhausaufenthalte in Bayern 2014

Kreislauferkrankungen häufigster Anlass für Klinikaufenthalt

 
Gut drei Millionen vollstationäre Krankenhausaufenthalte wurden in Bayern im Jahr 2014 gezählt, das waren 52 235 (2,0 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren Kreislauferkrankungen (14,2 Prozent) der häufigste Anlass für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt, gefolgt von Verletzungen, Vergiftungen und Folgen äußerer Ursachen (10,8 Prozent) sowie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (10,3 Prozent). Die häufigste Hauptdiagnose war – lässt man die klinische Versorgung gesunder Neugeborener (gut 81 000) unberücksichtigt – mit nahezu 67 000 Fällen die Herzinsuffizienz.
 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Jahr 2014 in den 364 bayerischen Krankenhäusern gut drei Millionen Mal Patienten vollstationär behandelt (3 023 067). Das sind 58 235 Krankenhausaufenthalte (2,0 Prozent) mehr als noch 2013. In 42,8 Prozent (rund 1,3 Millionen) aller vollstationären Behandlungsfälle waren die Patienten 65 Jahre oder älter. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 54,3 Jahren.
 
Der mit Abstand häufigste Anlass für vollstationäre Behandlungen waren im Jahr 2014 die Krankheiten des Kreislaufsystems mit 14,2 Prozent (rund 428 000 Fälle), gefolgt von Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Ursachen mit 10,8 Prozent (rund 327 000 Fälle). Den dritten Rang nahmen mit 10,3 Prozent bzw. rund 312 000 Fällen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes ein.
 
Lässt man die klinische Versorgung gesunder Neugeborener (rund 81 000) unbe-rücksichtigt, war mit nahezu 67 000 Fällen die Herzinsuffizienz die häufigste Hauptdiagnose, gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (rund 54 000 Fälle) und den Verletzungen im Schädel wie z.B. Verletzung des Hirns, Hirntrauma und Gehirnerschütterung (rund 47 000 Fälle).
 
 
Hinweis:
Diese Angaben gehen aus der jährlich erhobenen „Diagnosestatistik“ hervor. Hierbei werden alle im Laufe eines Berichtsjahres nach vollstationärem Krankenhausaufenthalt entlassenen Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) u.a. nach Alter, Geschlecht und Hauptdiagnose erfasst.

Aus Krankenhäusern in Bayern entlassene Patienten

(einschl. Sterbefälle und Stundenfälle) 2014 nach Altersgruppen und Diagnosen1)

Diagnose/Behandlungsanlass
darunter Hauptdiagnosen

Entlassene vollstationär behandelte Patienten

insgesamt

davon im Alter von … Jahren

unter 5

5 bis unter 25

25 bis unter 45

45 bis unter 65

65 oder mehr

 

Bestimmte infektiöse u. parasitäre Krankheiten

 100 082

 10 536

 13 610

 11 777

 17 822

 46 337

Gut- und bösartige Neubildungen

 267 843

 1 940

 5 902

 21 675

 94 097

 144 229

darunter bösartige Neubildungen

 215 318

 1 292

 3 592

 11 818

 73 547

 125 069

Krankheiten des Blutes und der blutbildenden

 

 

 

 

 

  Organe sowie bestimmter Störungen mit

 

 

 

 

  Beteiligung des Immunsystems

 18 427

  625

 1 290

 1 364

 3 442

 11 706

Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten

 76 445

  729

 4 291

 7 388

 19 674

 44 363

Psychische und Verhaltensstörungen

 197 354

  699

 34 662

 61 135

 68 569

 32 289

darunter Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol

 53 717

  1

 8 733

 17 351

 23 659

 3 973

Krankheiten des Nervensystems

 108 978

 2 264

 10 900

 16 596

 30 744

 48 474

Krankheiten des Auges und des Augenanhangsgebildes

 43 075

  610

 1 976

 2 823

 10 809

 26 857

Krankheiten des Ohres und des Warzenfortsatzes

 21 382

 1 278

 1 857

 3 542

 7 268

 7 437

Krankheiten des Kreislaufsystems

 428 258

  452

 4 782

 17 492

 104 536

 300 996

darunter Ischämische Herzkrankheiten

 94 415

  2

  70

 2 323

 30 018

 62 002

darunter Herzinsuffizienz

 66 816

  10

  32

  427

 6 240

 60 107

Krankheiten des Atmungssystems

 175 294

 20 219

 21 791

 23 149

 33 263

 76 872

Krankheiten des Verdauungssystems

 290 038

 3 814

 27 584

 46 126

 86 831

 125 683

Krankheiten der Haut und der Unterhaut

 47 042

 2 164

 7 811

 10 115

 12 791

 14 161

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems u. Bindegewebes

 312 343

 1 099

 17 369

 39 967

 119 964

 133 944

Krankheiten des Urogenitalsystems

 152 771

 2 799

 11 862

 27 929

 42 709

 67 472

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

 151 144

-

 20 469

 130 271

  404

-

Bestimmte Zustände mit Ursprung in der Perinatalperiode

 28 974

 28 970

  4

-

-

-

Symptome und abnorme klinische u. Laborbefunde, a.n.k.

 159 025

 4 498

 25 009

 26 242

 38 350

 64 926

Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer

 

  Ursachen

 326 580

 14 506

 52 207

 46 433

 72 231

 141 203

darunter Verletzungen im Schädel (Intrakranielle)

 46 716

 6 058

 12 997

 5 552

 6 477

 15 632

Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und

 

 

 

 

 

  zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen

 101 267

 84 521

 1 758

 3 294

 5 264

 6 430

darunter gesunde Neugeborene

 81 423

 81 423

-

-

-

-

Sonstige

 16 745

 7 943

 4 627

 1 973

 1 581

  621

 

Insgesamt

3 023 067

 189 666

 269 761

 499 291

 770 349

1 294 000

____________

1) Im Berichtsjahr mehrmals vollstationär behandelte Patienten sind entsprechend oft gezählt.




Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik - Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2014“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).

  • Statistische Berichte: Krankenhausstatistik -
    Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis
  • Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.