Auf einen Blick


Pressemitteilung

296/2015/36/E
München, den 21. Oktober 2015

Energieverbrauch der bayerischen Industrie 2014 leicht gesunken

Erdgas und Strom nach wie vor wichtigste Energieträger

 
Im Jahr 2014 wurden von Seiten der bayerischen Industrie insgesamt 385 465 Terajoule (TJ) Energie verbraucht. Das entspricht nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik einem Rückgang von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu den energieintensivsten Branchen zählten wie im Vorjahr die chemische und die pharmazeutische Industrie sowie die „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“. Die wichtigsten Energieträger waren auch 2014 wieder Erdgas und Strom, auf die zusammen mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs entfielen.
 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden 2014 in Bayern in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden insgesamt 385 465 Terajoule (TJ) Energie verbraucht, was einem Rückgang von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
 
Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (ohne Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) verbrauchten im Jahr 2014 insgesamt 381 562 TJ an Energie. Binnen Jahresfrist sank der Gesamtverbrauch hier ebenfalls um 1,9 Prozent. Der stärkste Verbrauchsrückgang im Vergleich zu 2013 war dabei im Wirtschaftszweig „Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)“ (-16,1 Prozent) sowie im Wirtschaftszweig „Herstellung von sonstigen Waren“ (-8,1 Prozent) zu beobachten.
 
Wie schon in den vergangenen Jahren entfiel ein Großteil des gesamten Energieverbrauchs im Verarbeitenden Gewerbe auf wenige Wirtschaftszweige. Dies sind insbesondere die chemische und pharmazeutische Industrie (zusammen 66 907 TJ bzw. 17,5 Prozent), die „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ (57 890 TJ bzw. 15,2 Prozent) und die Papierindustrie (54 072 TJ bzw. 14,2 Prozent). Die Prozentangaben beziehen sich jeweils auf den ermittelten Gesamtverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe.
 
Die wichtigsten Energieträger waren auch 2014 wieder Erdgas und Strom. Im Verarbeitenden Gewerbe deckten diese beiden Energieträger mit 143 975 TJ bzw. 121 944 TJ zusammen mehr als zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs ab. Binnen Jahresfrist wurde für den Erdgasverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe ein Anstieg um 0,3 Prozent ermittelt, der Stromverbrauch sank um 0,1 Prozent.
 
Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch betrug im Jahr 2014 im Verarbeitenden Gewerbe 7,1 Prozent (27 248 TJ). Er lag damit merklich über dem von Heizöl (2,2 Prozent). Der Verbrauch von Heizöl war binnen Jahresfrist um 14,4 Prozent auf 8 348 TJ gesunken.
 
Im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden lag der Energieverbrauch 2014 bei 3 902 TJ mit einem Anstieg von 6,1 Prozent binnen Jahresfrist. Strom und Erdgas waren auch in diesem Bereich erneut die wichtigsten Energieträger. Ihr Anteil betrug hier sogar 81,4 Prozent.

Hinweis:
Die ausgewiesenen Ergebnisse basieren auf den Daten der Erhebung über die Energieverwendung der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden für das Berichtsjahr 2014. Befragt wurden Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten.




Energieverbrauch des Verarbeitenden Gewerbes, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden nach ausgewählten Wirtschaftszweigen

Erhebung über die Energieverwendung der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden

Berechnungsstand: Oktober 2015

2014

Nr. der
Klassi-
fikation1)

Wirtschaftszweige

Energie-
verbrauch2) insgesamt3)

davon

Strom

Erdgas

Heizöl

Erneuerbare Energien

Sonstige4)

Terajoule (TJ)

B

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

 3 902 

 1 396 

 1 782 

  189 

. 

. 

C

Verarbeitendes Gewerbe

 381 562 

 121 944 

 143 975 

 8 348 

 27 248 

 80 047 

10, 11

H. v. Nahrungs- und Futtermitteln, Getränkeherstellung

 34 892 

 9 797 

 19 599 

 2 187 

  759 

 2 550 

13

H. v. Textilien

 3 484 

 1 563 

 1 534 

  71 

. 

. 

16

H. v. Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (o. Möbel)

 20 166 

 2 217 

  116 

  100 

 17 426 

  307 

17

H. v. Papier, Pappe und Waren daraus

 54 072 

 15 728 

 23 951 

  406 

. 

. 

18

H. v. Druckerzeugn.; Vervielfältigung von bespielten

 

 

Ton-, Bild- und Datenträgern

 3 876 

 1 712 

 2 084 

  46 

  4 

  30 

20, 21

H. v. chem. u. pharmazeut. Erzeugnissen

 66 907 

 23 928 

 26 671 

  299 

  46 

 15 962  

22

H. v. Gummi und Kunststoffwaren

 13 311 

 8 776 

 3 707 

  539 

  46 

  243 

23

H. v. Glas u. Glaswar., Keramik, Verarb. v. Steinen u. Erden

 57 890 

 8 479 

 24 988 

 1 181 

 1 406 

 21 837 

24

Metallerzeugung und -bearbeitung

 15 392 

 8 346 

 6 361 

  193 

. 

. 

25

H. v. Metallerzeugnissen

 10 464 

 5 724 

 2 800 

  554 

  734 

  652 

26

H. v. Datenverarbeitungsgerät., elektron. u. opt. Erzeugn.

 4 631 

 3 402 

  664 

  128 

  67 

  369 

28

Maschinenbau

 16 738 

 9 256 

 5 143 

  602 

  181 

 1 556 

29

H. v. Kraftwagen und Kraftwagenteilen

 21 478 

 11 407 

 8 082 

  266 

  110 

 1 613 

31

H. v. Möbeln

 1 912 

  809 

  190 

  142 

  726 

  46 

32

H. v. sonstigen Waren

 1 807 

 1 069 

  427 

  111 

  128 

  72 

33

Reparatur und Installation v. Maschinen u. Ausrüstungen

  880 

  411 

  123 

  52 

  3 

  290 

 

Übrige WZ

 53 662 

 9 318 

 17 533 

 1 471 

  72 

 25 267 

B, C

Insgesamt

 385 465 

 123 340 

 145 756 

 8 536 

.  

. 

1) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).

2) Einschl. nichtenergetischer Verbrauch.

3) Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in Industriekraftwerken eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen,
    die sowohl den Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe als auch des erzeugten Stroms umfassen.

4) U.a. Kohlen, Flüssig-, Raffineriegas, Diesel, Abfall, Fernwärme, Klärschlamm.



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