Auf einen Blick


Pressemitteilung

297/2015/36/Q
München, den 21. Oktober 2015

282 000 Tonnen Klärschlamm im Jahr 2014 entsorgt

Zunahme um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Jahr 2014 von den öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen in Bayern rund 282 000 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm entsorgt, das entspricht einer Zunahme um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
 
Im Jahr 2014 belief sich bei den knapp 2 500 im Rahmen der amtlichen Statistik erfassten öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen mit biologischer Behandlungsstufe in Bayern die Gesamtmenge des angefallenen Klärschlammes auf rund 282 000 Tonnen Trockenmasse. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, ist dies im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 5,4 Prozent. Rund 172 000 Tonnen Trockenmasse (61,1 Prozent) gingen in die thermische Entsorgung, darunter gut 78 000 Tonnen in die Monoverbrennung und gut 90 000 Tonnen in die Mitverbrennung. Knapp unter 109 000 Tonnen Trockenmasse (38,6 Prozent) wurden stofflich verwertet, darunter gut 46 000 Tonnen in der Landwirtschaft und rund 60 000 Tonnen im Landschaftsbau. Der Anteil der thermischen Entsorgung an allen genutzten Entsorgungswegen ist seit Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 2006 von 44,3 Prozent auf 61,1 Prozent angestiegen. Dagegen zeigt die stoffliche Verwertung eine kontinuierlich abnehmende Tendenz, sie verringerte sich von 55,5 Prozent der insgesamt entsorgten Klärschlammmenge im Jahr 2006 auf 38,6 Prozent im Jahr 2014.
 
Bei vielen der befragten Kläranlagen fällt nicht in jedem Jahr Klärschlamm zur Entsorgung an, weil die Schlammräumung auch in mehrjährigen Abständen erfolgen kann. Lediglich von 1 428 (58,2 Prozent) der insgesamt befragten Abwasserbehandlungsanlagen wurde im Jahr 2014 eine direkte Klärschlammentsorgung durchgeführt. Darunter fielen bei 39 der größten Anlagen ab 100 000 EW (Einwohnerwerten) Bemessungskapazität gut 52 Prozent der Gesamtmenge an. Die 1 030 Anlagen der Größenklasse unter 10 000 EW Bemessungskapazität steuerten rund 12,5 Prozent zur Gesamtmenge bei.

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