Auf einen Blick


Pressemitteilung

298/2015/36/Q
München, den 22. Oktober 2015

Umsatz der Bayerischen Umweltwirtschaft im Jahr 2012 bei über 22 Milliarden Euro

Beschäftigtenstand in der Umweltbranche erstmals bei über 100 000 Vollzeitkräften

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, kam die Umweltwirtschaft in Bayern im Berichtsjahr 2012 auf ein Umsatzvolumen von 22,24 Milliarden Euro, das von knapp über 100 000 Beschäftigten erwirtschaftet wurde. Sowohl bei Umsatz als auch Beschäftigung besaß Bayern damit von allen Bundesländern mit 19,6 bzw. 20,5 Prozent den jeweils größten Anteil am Bundeswert. Von besonderer Bedeutung war in Bayern dabei das Verarbeitende Gewerbe, aus dem annähernd 60 Prozent des Umsatzes der Querschnittsbranche stammten. Bezogen auf den Produktionswert der bayerischen Gesamtwirtschaft besaß die Ökobranche einen Umsatzanteil von 2,4 Prozent.
 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik erwirtschaftete die bayerische Umweltwirtschaft im Jahr 2012 einen Umsatz von 22,24 Milliarden Euro. An der Erstellung der Umweltschutzgüter und -leistungen waren über 100 000 Beschäftigte (in Vollzeiteinheiten) beteiligt. Der Freistaat stellte damit sowohl bei Umsatz (19,6 Prozent) als auch Beschäftigung (20,5 Prozent) die größten Anteile an der Ökobranche in Deutschland.
 
Neben Bayern konnten im Berichtsjahr 2012 drei weitere Bundesländer einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro in der Umweltwirtschaft generieren: Nordrhein-Westfalen (20,30 Milliarden Euro), Baden-Württemberg (13,67 Milliarden Euro) und Niedersachsen (12,91 Milliarden Euro). Diese vier umsatzstärksten Bundesländer waren für 60,9 Prozent der deutschlandweiten Umsätze mit Umweltschutzgütern und -leistungen (113,58 Milliarden Euro) verantwortlich.
 
Unter den einzelnen Wirtschaftsbereichen hatte das Verarbeitende Gewerbe die größten Umsatz- und Beschäftigungseffekte für die bayerische Umweltwirtschaft (59,3 Prozent aller Umsätze bzw. 46,0 Prozent aller Beschäftigten für den Umweltschutz). Im Bund lagen die entsprechenden Werte deutlich niedriger bei 42,6 bzw. 36,3 Prozent. Hier zeigt sich die große Bedeutung des Verarbeitenden Gewerbes innerhalb der bayerischen Umweltbranche. Die Entsorgerbranche trug 21,0 Prozent und das Baugewerbe 12,4 Prozent zum Umsatz des bayerischen Umweltsektors bei.
 
Der Anteil der Umweltwirtschaft an der bayerischen Gesamtwirtschaft – gemessen am Anteil des Umsatzes der Umweltwirtschaft am Produktionswert der Gesamtwirtschaft – lag im Jahr 2012 bei 2,4 Prozent. Besonders „umweltwirtschaftsrelevant“ ist dabei der Bereich „Wasserversorgung, Abwasser-und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen“, welcher 80,3 Prozent seines Umsatzes in der Umweltwirtschaft generiert. Das heimische Baugewerbe erwirtschaftete 2012 rund 5,5 Prozent seines Umsatzes im Bereich der Umweltwirtschaft, was hinter Rheinland-Pfalz (8,6 %) den zweithöchsten Wert im bundesdeutschen Vergleich darstellte. Vom gesamten Umsatz des bayerischen Verarbeitenden Gewerbes entfielen 3,7 Prozent auf die Umweltwirtschaft, wobei der bundesdeutsche Durchschnitt bei 2,8 Prozent lag.
 



Hinweis:
Diese und weitere Ergebnisse zur Umweltwirtschaft nach dem umfassenderen Eurostat-Konzept sowie zur Umweltbeanspruchung in Bayern und den anderen Bundesländern finden Sie in den aktuellen Veröffentlichungen (Oktober 2015) des Arbeitskreises „Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (Band 1 – Indikatoren und Kennzahlen, Tabellen; Band 2 – Indikatoren und Kennzahlen, Grafiken; Band 3 – Analysen und Berichte, Umweltwirtschaft). Die drei Publikationen stehen ab sofort auf der Internetseite des Arbeitskreises unter der Adresse www.ugrdl.de/veroeffentlichungen.htm kostenlos zum Download bereit.

 

Ausführliche Ergebnisse zur Umweltwirtschaft in Bayern nach der Erhebung der Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz enthält der Statistische Bericht „Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz in Bayern 2012“ (Bestellnummer: Q3200C 201200). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).

  • Statistische Berichte: Waren, Bau- und
    Dienstleistungen für den Umweltschutz in Bayern
  • Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.