Auf einen Blick


Pressemitteilung

303/2015/45/O
München, den 28. Oktober 2015

Zum internationalen Internet-Tag am 29. Oktober: Ein Fünftel der bayerischen Internetnutzer lagert eigene Dateien in die ‚Cloud‘ aus

Nur neun Prozent bezahlen für die Nutzung von Speicherplatz im Internet

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, hatten im ersten Quartal 2014 20 Prozent der bayerischen Internetnutzer private Dateien auf Internetservern gespeichert. Am häufigsten wurde der Speicherplatz für Fotos genutzt. Mit deutlichem Abstand folgen Text-, Tabellen- oder Präsentationsdateien, Musik, Videos oder Filme. Lediglich neun Prozent der bayerischen Nutzer von Cloud-Diensten haben angegeben, für die Belegung von Speicherplatz im Internet bezahlt zu haben. Befragte, die im ersten Quartal 2014 keine Dateien in der Cloud gespeichert hatten, begründeten dies meist damit, dass sie ihre Daten auf ihrer Festplatte gesichert hätten oder generell nie oder selten Daten speicherten. Der zweithäufigste Grund waren Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit.
 
Wer Speicherplatz auf der Festplatte seines PCs oder eines mobilen Gerätes sparen möchte, kann Texte, Daten, Fotos oder Filme auslagern – auf entfernte Server, in die sogenannte Cloud. Was dort gespeichert ist, kann von zuhause oder unterwegs mit internetfähigen Geräten abgerufen, bearbeitet und mit anderen geteilt werden. Ein Fünftel der bayerischen Internetnutzer hat im ersten Quartal 2014 von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und private Dateien im Internet gespeichert oder mit anderen geteilt. Dies ergab eine EU-weite Befragung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten im Jahr 2014. An dieser Erhebung haben in Bayern rund 3 600 Personen teilgenommen. Von den bayerischen Cloud-Nutzern speicherten 86 Prozent Fotos im Internet, 41 Prozent stellten Text-, Tabellen- oder Präsentationsdateien ein, 27 Prozent Musik und 21 Prozent Videos oder Filme. Nur acht Prozent speicherten E-Books und 13 Prozent sonstige Dateien im Netz. Für die meisten Nutzer war dies kostenfrei: Nur neun Prozent haben nach eigenen Angaben für die Nutzung des Speicherplatzes im Internet bezahlt.
 
Das Speichern von Dateien auf entfernten Servern funktionierte jedoch nicht immer problemlos: Gut jeder zweite bayerische Cloud-Nutzer stellte mindestens einmal eine langsame Zugriffs- oder Nutzungsgeschwindigkeit fest, knapp jeder Dritte berichtete von mehrdeutigen oder schwer verständlichen Nutzungsbedingungen und etwa ebenso viele von technischen Problemen, wie z.B. unerreichbaren Servern. Jeder vierte Cloud-Nutzer stand außerdem mindestens einmal vor dem Problem einer Inkompatibilität zwischen Datenformaten oder Geräten und 14 Prozent nannten Probleme beim Datentransfer zwischen verschiedenen Dienstleistern. Zudem waren Datensicherheit und Datenschutz laut Angaben der Befragten nicht immer gewährleistet. So gaben rund acht Prozent der Nutzer an, dass ihre Daten aufgrund von Sicher-heitslücken Dritten zugänglich gewesen seien und sechs Prozent berichteten, dass private Informationen vom Dienstleister ohne Erlaubnis genutzt worden seien.
 
Das Speichern von Dateien in der Cloud ist unter Privatpersonen bislang noch wenig verbreitet: 80 Prozent der bayerischen Internetnutzer machten von dieser Möglichkeit im ersten Quartal 2014 keinen Gebrauch. Mehr als die Hälfte dieser Personen wusste aber, dass es Dienstleister gibt, die Speicherplatz auf Internetservern zur Verfügung stellen. Als Gründe für die Nichtinanspruchnahme solcher Dienste gaben 75 Prozent dieser Befragten an, dass sie Daten auf der eigenen Festplatte speicherten oder generell nie oder selten Daten speicherten. Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit bewogen 55 Prozent der Befragten dazu, auf das Speichern von Dateien in der Cloud zu verzichten. 44 Prozent gaben an, dass sie Daten auf anderen Wegen (E-Mail, soziale Netzwerke, USB-Stick) teilten oder generell keine Daten online teilten. 33 Prozent äußerten Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Dienstleister. Nur 14 Prozent räumten ein, dass sie die Cloud als Speicherort deshalb nicht nutzten, weil ihnen das Wissen dazu fehlte.



Hinweis:
Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

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