Auf einen Blick


Pressemitteilung

308/2015/36/E
München, den 30. Oktober 2015

Wärmeerzeugung in Bayern 2014 gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent gesunken

Zunehmende Bedeutung der erneuerbaren Energien

 
Im Jahr 2014 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik im Freistaat in Anlagen zur Wärmeerzeugung insgesamt knapp 13,3 Millionen Megawattstunden (MWh) Wärme erzeugt, dies waren 9,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptabnehmergruppen der Wärme waren die privaten Haushalte und Wohngebäude mit 5,2 Millionen MWh sowie das Verarbeitende Gewerbe einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 4,3 Millionen MWh. Erdgas blieb der mit Abstand wichtigste Energieträger in Anlagen zur Wärmeerzeugung. Zunehmende Bedeutung erlangten die regenerativen Energien. 14,4 Prozent der in Heizkraftwerken und sogar 47,4 Prozent der in Heizwerken erzeugten Wärmemengen wurden mit den letztgenannten, im Zuge der Energiewende besonders wichtigen Energieträgern erzeugt. Dies entsprach einer Steigerung um 1,0 bzw. 13,3 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorperiode.

 
Zur Wärmewirtschaft gehören im Rahmen der Erhebung über Erzeugung, Bezug, Verwendung und Abgabe von Wärme sowohl Heizkraftwerke als auch Heizwerke1). Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik konnte für das Jahr 2014 eine Nettowärmeerzeugung von insgesamt 13,3 Millionen MWh nachgewiesen werden. Dies bedeutete einen Rückgang von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 
Unter Berücksichtigung sonstiger Wärmebezüge von Energieversorgungsunternehmen, vom Verarbeitenden Gewerbe einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden und von anderen Lieferanten (zusammen 2,0 Millionen MWh) sowie nach Abzug des Wärmebetriebsverbrauchs (0,3 Millionen MWh) standen für die Abgabe an Abnehmer 14,9 Millionen MWh Wärme zur Verfügung.

 
Hauptabnehmer waren die beiden Letztverbrauchergruppen „Private Haushalte sowie Wohngebäude“ (5,2 Millionen MWh) und das Verarbeitende Gewerbe einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (4,3 Millionen MWh).

 
Erdgas war sowohl in Heizkraftwerken (5,0 Millionen MWh) als auch in Heizwerken (0,9 Millionen MWh) der mit Abstand bedeutendste Energieträger für die Wärmeerzeugung und erreichte Anteile von 43,9 Prozent bzw. 46,8 Prozent im jeweiligen Energieträgermix.

 
Die erneuerbaren Energieträger konnten in Heizkraftwerken 14,4 Prozent (1,6 Millionen MWh) und in Heizwerken sogar 47,4 Prozent (0,9 Millionen MWh) zur Wärmeerzeugung beitragen. Dies entsprach einer Steigerung um 1,0 bzw. 13,3 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorperiode.

 
In beiden Anlagentypen wurden hinsichtlich der regenerativen Energien vorzugsweise feste biogene Stoffe zur Wärmeerzeugung eingesetzt, daneben aber auch (biogene) Abfälle, insbesondere in den Heizkraftwerken. Andere erneuerbare Energieträger wie z.B. Biogas oder flüssige biogene Stoffe spielten nur eine untergeordnete Rolle.

 
Die übrigen konventionellen Energieträger, beispielsweise (nicht biogene) Abfälle und Mineralölprodukte, erreichten in Heizwerken nur noch einen Anteil von 5,7 Prozent an der gesamten erzeugten Wärmemenge. In Heizkraftwerken hingegen war ihre Bedeutung mit 41,6 Prozent deutlich größer.



Hinweis: Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.



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1) Ein Heizkraftwerk ist eine Anlage, in der die eingesetzte Energie sowohl in Strom als auch in Wärme, in der Regel mittels Kraft-Wärme-Kopplung, umgewandelt werden kann. Bei Heizwerken kann die eingesetzte Energie nur in Wärme umgewandelt werden.




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