Auf einen Blick

Pressemitteilung

309/2015/32/P
München, den 30. Oktober 2015

Wirtschaftswachstum 2003 bis 2013 in der Oberpfalz und in Niederbayern am stärksten

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner im Jahr 2013 in Oberbayern und in Mittelfranken am höchsten

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik verzeichneten die Regierungsbezirke Oberpfalz und Niederbayern während der Dekade 2003 bis 2013 die höchste Zunahme des nominalen Bruttoinlandsprodukts. Die Wachstumsraten betrugen dort zu jeweiligen Preisen 37,5 bzw. 36,2 Prozent, während sie in Bayern insgesamt bei 33,5 Prozent lag. Auf Kreisebene wuchs Ingolstadt mit einer Zunahme von 118,8 Prozent am stärksten, gefolgt von der kreisfreien Stadt Coburg mit 79,1 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner war im Jahr 2013 im Regierungsbezirk Oberbayern mit 49 093 Euro am höchsten, vor Mittelfranken mit 36 830 Euro.

 
Die Zunahme des Bruttoinlandsproduktes war, wie das Bayerische Landesamt für Statistik meldet, in den Jahren von 2003 bis 2013 in den Regierungsbezirken Oberpfalz (+37,5 Prozent) und Niederbayern (+36,2 Prozent) am höchsten. Es folgen Oberbayern (+34,8 Prozent) und Schwaben (+34,1 Prozent). Schlusslicht war Unterfranken mit einer Zunahme von 27,8 Prozent. Bayern insgesamt lag bei 33,5 Prozent.

 
Auf Kreisebene war das Wirtschaftswachstum mit einer Zunahme von 118,8 Prozent in Ingolstadt am stärksten. Es folgen die kreisfreie Stadt Coburg (+79,1 Prozent), der Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm (+68,2 Prozent) sowie der Landkreis Neumarkt i.d. OPf. (+54,7 Prozent). Am schwächsten wuchs die kreisfreie Stadt Fürth (+8,7 Prozent), der Landkreis Aschaffenburg (+10,6 Prozent) und der Landkreis Kronach (+11,1 Prozent).

 
Bei diesen Angaben ist zu beachten, dass das Bruttoinlandsprodukt auf der Ebene der Regierungsbezirke und Kreise nur zu jeweiligen Preisen ausgewiesen werden kann, da keine Preisindizes auf Regierungsbezirks- bzw. Kreisebene vorliegen. Sie sind daher nicht mit dem „Wirtschaftswachstum“ auf Bundes- und Länderebene vergleichbar, sofern dieses, wie üblich, real ausgewiesen wird.

 
Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, das als Maßstab der Wirtschaftskraft eines Landes oder einer Region gilt, war 2013 in Oberbayern mit 49 093 Euro am höchsten. Es folgen Mittelfranken mit 36 830 Euro und die Oberpfalz mit 35 162 Euro. Am niedrigsten war es in Oberfranken mit 31 259 Euro. Bayernweit lag es bei 39 691 Euro.

 
Auf Kreisebene war die Wirtschaftskraft mit 121 636 Euro in Ingolstadt am größten, gefolgt vom Landkreis München mit 94 576 Euro sowie den kreisfreien Städten Schweinfurt (89 455 Euro) und Erlangen (77 622 Euro). Auf den hinteren Rängen lagen die Landkreise Bayreuth (18 186 Euro), Fürth (19 852 Euro) und Forchheim (21 032 Euro).


Hinweis:

Bei den hier vorgelegten Zahlen handelt es sich erstmals um Berechnungen des Bruttoinlandsprodukts auf Kreisebene nach dem neuen Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010. Ausführliche Ergebnisse und weitere Informationen zur Revision in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen enthält der Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung in Bayern 2000, 2007 bis 2013; Kreisfreie Städte und Landkreise, Regierungsbezirke, Regionen, Arbeitsmarktregionen (P13003 201300)“.

Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Weitere Informationen:

  • Bruttoinlandprodukt in jeweiligen Preisen 2013-2003
  • Bruttoinlandprodukt je Einwohner 2013
  • Statistische Berichte: Bruttoinlandsprodukt und
    Bruttowertschöpfung in Bayern
  • Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
    im Internet
  • Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.