Auf einen Blick

Pressemitteilung

314/2015/34/C
München, den 06. November 2015

Fleischerzeugung in Bayern geringfügig gesunken

Zunahme beim Rindfleisch, Rückgang beim Schweinefleisch

 
Von Januar bis September 2015 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 595 000 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum eine geringfügige Abnahme um 1 900 Tonnen bzw. 0,3 Prozent. Maßgebend hierfür war der Rückgang beim Schweinefleisch um 2,0 Prozent (7 300 Tonnen) auf 360 700 Tonnen. Dagegen stieg die Rindfleischproduktion um 2,3 Prozent (5 300 Tonnen) auf 232 300 Tonnen.

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden von Januar bis September 2015 in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 595 000 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt.

 
Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein geringfügiger Rückgang um 1 900 t bzw. 0,3 Prozent. Auf Schweinefleisch entfielen 60,6 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres sank die Schweinefleischproduktion um 2,0 Prozent (7 300 t) auf 360 700 t.

 
Hierfür wurden 3,77 Millionen Schweine geschlachtet, 76 300 Tiere bzw. zwei Prozent weniger Tiere als im gleichen Vorjahreszeitraum. Fast 65 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (143 600 t bzw. 39,8 Prozent) und Oberbayern (89 400 t bzw. 24,8 Prozent) erzeugt.

 
39,0 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 232 300 t war dabei die produzierte Fleischmenge um 2,3 Prozent (5 300 t) höher als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Die Zahl der geschlachteten Rinder nahm hierbei gleichfalls um 2,3 Prozent (14 900 Tiere) auf 673 900 zu.

 
Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 69 500 t (Anteil 29,9 Prozent) sowie in Schwaben mit 60 800 t (26,2 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge von gut 1 900 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch (1 600 t) sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

 
Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, liegt der Anteil beim Schweinefleisch lediglich bei rund neun Prozent.



Hinweis:

Regionalisierte Zahlen stehen nur bis auf Regierungsbezirksebene zur Verfügung. Eine Auswertung auf Kreisebene erfolgt nur für das endgültige Jahresergebnis.




Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft
in Bayern von Januar bis September 2015 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

 159 316 

 69 491 

 1 226 

 32 043 

 21 943 

 13 625 

  417 

  238 

 89 398 

  378 

  32 

  18 

Niederbayern

 

 167 866 

 24 018 

  120 

 14 475 

 4 662 

 4 553 

  123 

  85 

 143 614 

  134 

  8 

  93 

Oberpfalz

 

 30 330 

 18 747 

  88 

 5 235 

 9 044 

 4 199 

  79 

  101 

 11 368 

  158 

  20 

  36 

Oberfranken

 

 88 070 

 32 408 

  73 

 12 050 

 14 771 

 5 283 

  109 

  120 

 55 569 

  54 

  11 

  29 

Mittelfranken

 

 49 266 

 20 819 

  68 

 8 058 

 8 118 

 4 374 

  142 

  58 

 28 080 

  343 

  9 

  15  

Unterfranken

 

 23 661 

 5 996 

  77 

 2 821 

 1 815 

 1 165 

  97 

  22 

 17 395 

  245 

  13 

  11 

Schwaben

 

 76 457 

 60 826 

  556 

 23 763 

 26 803 

 9 185 

  405 

  114 

 15 322 

  291 

  11 

  7 

 

Bayern Jan. -Sept. 2015

 

 594 967 

 232 304 

 2 209 

 98 445 

 87 156 

 42 384 

 1 372 

  738 

 360 745 

 1 603 

  105 

  210 

Jan. - Sept. 2014

 

 596 893 

 227 042 

 2 236 

 99 918 

 83 902 

 38 648 

 1 496 

  843 

 368 021 

 1 505 

  96 

  229 

Veränderung

 

 

absolut

 

- 1 927 

 5 262 

-  27 

- 1 473 

 3 254 

 3 736 

-  124 

-  105 

- 7 277 

  99 

  9 

-  19 

%

 

-  0,3 

  2,3 

-  1,2 

-  1,5 

  3,9 

  9,7 

-  8,3 

-  12,4 

-  2,0 

  6,6 

  9,0 

-  8,3 

________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).




Weitere Informationen:

  • Statistische Berichte: Tierische Erzeugung
    (nur Jahresergebnisse bis auf Landkreisebene)
  • Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.