Auf einen Blick


Pressemitteilung

326/2015/36/E
München, den 16. November 2015

Erneuerbare Energien steigern erneut Anteil an bayerischer Stromerzeugung

Anteil erhöht sich im Jahr 2014 auf 36,2 Prozent – Stromerzeugung insgesamt allerdings rückläufig

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erreichte die gesamte bayerische Stromerzeugung 2014 einen Wert von 88 289 GWh (Gigawattstunden). Dies waren 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Abnahme wurde maßgeblich durch einen Erzeugungsrückgang bei Erdgas und Steinkohle verursacht. Erdgas trug nur noch zu 8,9 Prozent zur bayerischen Stromerzeugung bei, der Anteil der Steinkohlen sank auf 4,7 Prozent. Der Ausbau der erneuerbaren Energien führte zu einem Anstieg der Bruttostromerzeugung in diesem Bereich von 0,9 Prozent im Jahresvergleich. Ursächlich für den Anstieg war vor allem die Photovoltaik, die einen Zuwachs von 1 339 GWh verzeichnen konnte, gefolgt von der Windkraft (+456 GWh) und der Biomasse (+323 GWh). In Summe erreichten die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 36,2 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung im Jahr 2014 einen neuen Rekordwert.

 
Im Berichtsjahr 2014 wurden nach vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik in Bayern insgesamt 88 289 GWh Strom erzeugt und damit 2,8 Prozent weniger als im Jahr 2013. Der Rückgang ist insbesondere auf die verminderte Stromproduktion aus Erdgas und Steinkohle zurückzuführen. Aus Erdgas wurden in der Berichtsperiode 7 844 GWh Strom erzeugt, 12,7 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Während Erdgas im bayerischen Stromerzeugungsmix 2013 einen Anteil von 9,9 Prozent erreichte, waren es im Jahr 2014 nur noch 8,9 Prozent.

 
Die Stromerzeugung aus Steinkohle sank binnen Jahresfrist um 12,2 Prozent auf 4 177 GWh. Dies entsprach einem Anteil von 4,7 Prozent am bayerischen Strommix. Die Stromerzeugung aus Kernenergie blieb mit 42 418 GWh etwas unter Vorjahresniveau (-1,2 Prozent). Braunkohlen kamen im bayerischen Kraftwerkspark nicht zum Einsatz. Deutschlandweit ist die Braunkohle allerdings der wichtigste Energieträger bei der Stromerzeugung.

 
Die Stromerzeugung aus regenerativen Energien konnte auch 2014 weiter zulegen (+0,9 Prozent). Sie erreichte mit 31 930 GWh einen Anteil von 36,2 Prozent an der Gesamtstromerzeugung.

 
Wichtigste regenerative Energiequelle war auch im aktuellen Berichtszeitraum die in Bayern traditionell starke Wasserkraft1) (11 260 GWh), wenngleich hier witterungsbedingt ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war (-14,3 Prozent).

 
Zuwächse bei der Stromerzeugung aus anderen erneuerbaren Energien konnten dies allerdings mehr als kompensieren. Hierzu trug allen voran die Photovoltaik (+1 339 GWh) bei, gefolgt von der Windkraft (+456 GWh) und der Biomasse (+323 GWh). Die Stromerzeugung aus Photovoltaik übertraf mit 10 382 GWh bzw. 11,8 Prozent der bayerischen Stromerzeugung erneut jene aus Erdgas.

 
Damit leistet sie nach Kernenergie und Wasserkraft den drittgrößten Beitrag zur bayerischen Stromerzeugung. Die Stromerzeugung aus Windkraft, bei der Bayern geo- und topographische Nachteile im Vergleich zum Bund besitzt, erreichte eine Steigerung von 33,8 Prozent, blieb aber in absoluten Werten (1 803 GWh) von eher untergeordneter Bedeutung.

 
Die Stromerzeugung aus Biomasse, zu der feste und flüssige biogene Stoffe, Biogas, Klärschlamm und biogene Abfälle gerechnet werden, konnte um 4,2 Prozent auf 8 105 GWh erhöht werden.
 
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1) Laufwasser, Speicherwasser und Pumpspeicher mit natürlichem Zufluss.


Hinweis: Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.






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