Auf einen Blick


Pressemitteilung

330/2015/42/A
München, den 19. November 2015

Zum internationalen Weltkindertag am 20. November

Knapp 79 Prozent der Kinder in Bayern wachsen bei Ehepaaren auf

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik lebten den Ergebnissen des Mikrozensus 2014 zufolge in Bayern knapp 2,06 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Damit stellte diese Personengruppe mehr als 16 Prozent der Gesamtbevölkerung. Beinahe acht von zehn Kindern lebten 2014 bei verheirateten Eltern. Drei Viertel aller Minderjährigen wuchsen mit mindestens einem Geschwisterkind auf.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anlässlich des Weltkindertages der Vereinten Nationen am 20. November mitteilt, lebten 2014 in Bayern insgesamt rund 2,06 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Das entsprach einem Anteil von mehr als 16 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Freistaat.

 
Der Familientyp, in dem Minderjährige 2014 am häufigsten aufwuchsen, ist nach wie vor mit knapp 79 Prozent die traditionelle Ehe, wobei der entsprechende Anteil im Jahr 2004 noch bei 82 Prozent lag. Fast 15 Prozent aller Kinder lebten 2014 dagegen bei einem alleinerziehenden Elternteil im Haushalt und knapp sieben Prozent wuchsen in Lebensgemeinschaften heran.

 
Die Hälfte der unter 18-Jährigen wohnte 2014 mit einem weiteren minder- oder volljährigen Geschwisterkind im Haushalt zusammen. Zwei oder mehr Geschwister hatten insgesamt beinahe 26 Prozent der Kinder, während ein Viertel ohne Geschwister im Haushalt lebte.
Bei den Minderjährigen, die in einer Paargemeinschaft (Ehepaare und Lebensgemeinschaften) aufwuchsen, waren die Partner zu knapp 70 Prozent beide berufstätig.

 
Bei 28 Prozent ging lediglich ein Partner einer Erwerbstätigkeit nach, wogegen bei nur rund zwei Prozent der Kinder beide Partner angaben, erwerbslos bzw. Nichterwerbspersonen zu sein. Von den Kindern mit einem alleinerziehenden Elternteil übten bei knapp 78 Prozent die Alleinerziehenden einen Beruf aus. Bei mehr als einem Fünftel der Kinder (22 Prozent) zählte die alleinerziehende Mutter bzw. der Vater zu den Erwerbslosen oder Nichterwerbspersonen.



Methodische Hinweise:

Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2014 wurden auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 basieren. Die Mikrozensus-Hochrechnung von 2004 basiert hingegen auf den fortgeschriebenen Ergebnissen der Volkszählung 1987.

 
Zu den Kindern unter 18 Jahren zählen im Mikrozensus ledige Personen ohne Lebenspartner/-in und ohne eigene Kinder im Haushalt, die mit mindestens einem Elternteil in einer Familie zusammenlebten. Neben den leiblichen Kindern umfassen die genannten Zahlen aber auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder. Bereits aus dem Haushalt ausgezogene Geschwister bleiben unberücksichtigt, da beim Mikrozensus lediglich das Beziehungsgefüge innerhalb des Haushalts betrachtet wird.

 
Die statistische Erfassung zur Erwerbstätigkeit beruht auf der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen im Alter von 15 oder mehr Jahren, die im Berichtszeitraum mindestens eine Stunde gegen Entgelt oder Ertrag irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen. Personen, die nur vorübergehend vom Arbeitsplatz – z. B. wegen Krankheit oder (Erziehungs-)Urlaub – abwesend sind, gelten hier auch als berufstätig.

 
Keine Regionalisierten Ergebnisse.



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Haushalte und Familien in Bayern 2014; Teil IV der Ergebnisse der 1%-Mikrozensuserhebung 2014“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Ausführliche Informationen:

  • Statistische Berichte:
    Haushalte und Familien in Bayern; Teil IV
  • Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.