Auf einen Blick

Pressemitteilung

332/2015/56/E
München, den 20. November 2015

Bayerns Bauhauptgewerbe mit Auftragsbeständen im Gesamtwert von 6,76 Milliarden Euro

Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen Ende September 2015 mit 66,5 Prozent am stärksten im Plus

 
Ende September 2015 verzeichnete das bayerische Bauhauptgewerbe Auftragsbestände im Gesamtwert von 6,76 Milliarden Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik berichtet, bedeutet dies gegenüber dem Vorjahresergebnis ein Plus von 14,3 Prozent. Wesentlich höhere bauhauptgewerbliche Auftragsbestände als im September 2014 waren dabei für die Bausparten „Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen“ sowie „Wohnungsbau“ festzustellen (+66,5 Prozent bzw. +38,6 Prozent). Die Entwicklung des Auftragsbestands regional betrachtet, konnten die in Oberbayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe im Durchschnitt mit Abstand am stärksten punkten (+37,9 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro).

 
Der Auftragsbestand der in Bayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe belief sich Ende September 2015 auf einen Gesamtwert von 6,76 Milliarden Euro. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurde damit der entsprechende Vorjahreswert um gut ein Siebtel übertroffen (+14,3 Prozent).

 
Der aktuelle Auftragsbestand lag dabei nach Bausparten differenziert im gewerblichen und industriellen Hochbau (einschl. landwirtschaftlicher Bau) mit 1,73 Milliarden Euro am höchsten (+3,2 Prozent gegenüber Ende September 2014), mit Abstand gefolgt vom Wohnungsbau mit 1,52 Milliarden Euro (+38,6 Prozent).

 
Die Baubranchen „Öffentlicher Hochbau“ sowie „Gewerblicher und industrieller Tiefbau“ ausgenommen, für die sich im Vergleich zum Vorjahresergebnis ein um 5,2 Prozent bzw. 20,2 Prozent niedrigerer Auftragsbestand errechnete, war für alle anderen Sparten ein jeweils höherer Auftragsbestand festzustellen. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (+66,5 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro), was im Wesentlichen auf ein der Öffentlichkeit bekanntes, großes Tunnelbauprojekt zurückzuführen ist.

 
Den bauhauptgewerblichen Auftragsbestand in Bayern Ende September 2015 auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, zeigt sich, dass mit 2,29 Milliarden Euro bzw. 33,8 Prozent sowie mit 1,01 Milliarden Euro bzw. 15,0 Prozent dessen größte Teile den oberbayerischen und den niederbayerischen Betrieben des Wirtschaftssektors zuzurechnen sind.

 
Für die in der Oberpfalz bzw. in Schwaben ansässigen Betriebe errechneten sich vergleichbare Anteile von 14,6 Prozent bzw. 12,7 Prozent und für die Betriebe mit Sitz in einem der drei fränkischen Regierungsbezirke zwischen 7,4 Prozent (Oberfranken) und 8,4 Prozent (Unterfranken).

 
Die in Oberbayern angesiedelten bauhauptgewerblichen Betriebe erfuhren gegenüber Ende September 2014 durchschnittlich die stärkste Zuwachsrate (+37,9 Prozent). Ihre Auftragsbestände deutlich steigern konnten auch die Betriebe in Niederbayern und in Schwaben (+14,1 Prozent bzw. +13,5 Prozent), während der Auftragsbestand allein der unterfränkischen Betriebe zurückging, und zwar insgesamt um 8,3 Prozent auf 568,1 Millionen Euro.



Hinweis:

Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen der vierteljährlichen Erhebung des Auftragsbestands im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Quartalserhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.



Weitere Ergebnisse enthält der demnächst erscheinende Statistische Bericht „Bauhauptgewerbe in Bayern im Oktober 2015“ (Berichtsnummer: E21003 201510). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Auftrags-
bestände
ins-
gesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau für Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro

Ende September 2015

Oberbayern

2 285 755 

 420 595 

 357 505 

 218 912 

 89 322 

 502 472 

 696 950 

Niederbayern

1 014 088 

 315 824 

 340 272 

 60 607 

 79 438 

 67 763 

 150 184 

Oberpfalz

 989 475 

 175 648 

 372 532 

 114 953 

 93 396 

 131 771 

 101 175 

Oberfranken

 502 853 

 66 705 

 167 382 

 20 448 

 23 214 

 152 555 

 72 549 

Mittelfranken

 536 850 

 173 802 

 131 861 

 77 199 

 47 895 

 40 753 

 65 340 

Unterfranken

 568 131 

 89 269 

 135 116 

 93 908 

 82 345 

 51 085 

 116 407 

Schwaben

 858 824 

 278 450 

 221 836 

 106 103 

 76 152 

 110 635 

 65 647 

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

6 755 976 

1 520 293 

1 726 505 

 692 130 

 491 762 

1 057 033 

1 268 253 

Veränderungen in % gegenüber Ende September 2014

Oberbayern

37,9

42,7

16,2

-32,7

-7,4

3,0

377,1

Niederbayern

14,1

75,4

-4,6

7,0

51,8

-29,2

2,0

Oberpfalz

2,5

30,7

8,7

-12,6

-28,5

24,8

-15,8

Oberfranken

0,7

5,3

16,0

-52,5

-18,0

2,7

1,3

Mittelfranken

2,0

38,7

-26,3

21,9

-8,9

5,0

-2,9

Unterfranken

-8,3

38,9

-16,0

-29,9

-11,0

8,5

-3,6

Schwaben

13,5

18,4

22,4

-6,4

15,8

52,3

-25,7

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

14,3

38,6

3,2

-20,2

-5,2

6,1

66,5

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.




Regionalisierte Zahlen:

  • 3. Quartal 2015 und 2014: Landkreise
    Auftragsbestand (zwei Tabellenblätter)
  • Statistische Berichte:
    Bauhauptgewerbe in Bayern
  • Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.