Auf einen Blick


Pressemitteilung

347/2015/41/A
München, den 09. Dezember 2015

Zunahme der Mehrlingsgeburten in Bayern

Auf je 51 Geburten im Jahr 2014 kam eine Mehrlingsgeburt

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, waren im Jahr 2014 in Bayern unter den 112 073 Geburten insgesamt 2 185 Mehrlingsgeburten. Damit kam auf jede 51. Geburt in Bayern eine Mehrlingsgeburt. Von den 4 414 Mehrlingskindern waren 4 282 Zwillinge und 132 Drillinge. Zu einer Vierlingsgeburt bzw. einer noch höheren Mehrlingsgeburt kam es 2014 nicht. Die Mütter von Mehrlingskindern waren zum Zeitpunkt der Geburt mit durchschnittlich 32,9 Jahren etwas älter als Mütter von Einzelgeborenen (31,4) und mit 79 Prozent war auch der Anteil der verheirateten Mütter bei Mehrlingskindern höher. Die Totgeborenenrate bei Mehrlingsgeburten lag bei ca. 0,8 Prozent und somit höher als bei den Einzelgeburten (0,3 Prozent).

 
Von den 112 073 Geburten in Bayern im Jahr 2014 entfielen nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik insgesamt 2 185 auf Mehrlingsgeburten mit zusammen 4 414 Mehrlingskindern. Davon waren 4 282 Zwillingsgeschwister und 132 Drillingsgeschwister. Damit nahm die Zahl der Mehrlingskinder gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent zu.

 
Auch der Anteil der Mehrlingskinder an allen Geborenen war 2014 mit rund 39 Mehrlingen je 1 000 lebend- oder totgeborenen Kindern höher als 2013 mit rund 37. So befindet sich 2014 der Anteil der Mehrlingskinder im langfristigen Vergleich weiterhin auf einem hohen Niveau. Zum Vergleich: Im Jahr 1980 kamen auf 1 000 lebend- oder totgeborene Kinder nur 18 Mehrlingskinder.

 
Mütter von Mehrlingskindern waren bei der Geburt im Durchschnitt 32,8 Jahre alt und damit etwas älter als Mütter von Einzelgeborenen (31,4 Jahre). Rund 33 Prozent der Mehrlingsmütter waren zum Zeitpunkt der Geburt bereits 35 Jahre oder älter. Dagegen lag der Anteil der über 35-Jährigen bei Müttern mit einer Einzelgeburt im Jahr 2014 mit rund 24 Prozent deutlich niedriger.

 
Da immer mehr Frauen immer später Mutter werden und gleichzeitig mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft biologisch steigt, kann dies als eine der Ursachen für den Anstieg der Mehrlingsgeburten in den letzten Jahrzehnten gesehen werden. Des Weiteren sind Mehrlingsschwangerschaften eine häufige Begleiterscheinung künstlicher Befruchtungen.

 
Mehrlingsgeburten kommen im Vergleich zu den Einzelgeburten häufiger in bestehenden Ehen vor als bei nicht verheirateten Müttern. Hierbei kann eine Rolle spielen, dass verheiratete Mütter bei der Geburt im Durchschnitt älter sind als unverheiratete Mütter. 2014 betrug der Anteil der Mehrlingskinder, die von verheirateten Müttern zur Welt gebracht wurden 79 Prozent. Dagegen lag die Ehelichenquote bei Einzelgeburten mit knapp 73 Prozent deutlich niedriger.

 
Die Totgeborenenrate ist bei Mehrlingsgeburten erfahrungsgemäß höher als bei Einzelgeburten. Insgesamt lag 2014 die Totgeborenenrate bei rund 0,3 Prozent, bei Mehrlingskindern betrug sie ca. 0,8 Prozent und bei Einzelgeburten ebenfalls 0,3 Prozent.



Hinweis: Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.


Mehrlingsgeburten vergangener Jahre:

  • GENESIS: Mehrlingsgeburten
  • Presemitteilung






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