Auf einen Blick


Pressemitteilung

34/2015/34/C
München, den 19. Februar 2015

81 Prozent der Rebfläche Bayerns mit weißen Sorten bestockt

Fläche der roten Sorten aber seit 1993 fast vervierfacht

 
Zum 31. Juli 2014 waren in Bayern 6 176 Hektar Rebfläche mit Keltertrauben bestockt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen hiervon mit 5 004 Hektar 81 Prozent auf weiße Traubensorten. Die roten Sorten wurden auf knapp 1 173 Hektar Fläche angebaut. Wie in den vorangegangenen fünf Jahren stand einer marginalen Ausweitung der Weißweinrebfläche eine geringfügige Reduzierung der Fläche der roten Sorten um wenige Hektar gegenüber. Im Vergleich zu 1993 gewannen jedoch die roten Trauben mit einer Flächenzunahme um 854 Hektar, bei gleichzeitiger Verringerung der Weißwein-rebfläche um 773 Hektar, deutlich an Gewicht. Die häufigsten angebauten Rebsorten waren Müller-Thurgau, Grüner Silvaner, Bacchus sowie die rote Sorte Domina. In Bayern liegen sechs Prozent der mit Keltertrauben bestockten Rebfläche Deutschlands.

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik waren zum Stichtag 31. Juli 2014 in Bayern 6 176 Hektar (ha) Rebfläche mit Keltertrauben bestockt. 81 Prozent der Fläche (5 004 ha) entfielen auf weiße und knapp ein Fünftel (1 173 ha) auf rote Traubensorten.

 
Nachdem die Weißweinrebfläche seit dem Höchststand im Jahr 1993 (5 777 ha) bis 2008 um fast 900 ha gesenkt wurde, erfolgte seitdem jährlich wieder eine minimale Ausweitung um wenige Hektar, bis 2014 um insgesamt 119 ha. Dies entspricht gut 13 Prozent der bis 2008 erfolgten Flächenreduzierung. Entsprechend ist die Rotweinrebfläche seit dem Höchststand im Jahr 2009 (1 214 ha) jährlich minimal gesunken, bis 2014 um insgesamt knapp 42 ha.

 
Trotz der in den vergangenen fünf Jahren wieder eingetretenen gegenläufigen Entwicklung zeigt ein Vergleich mit dem Jahr 1993 die zugenommene Bedeutung der roten Traubensorten in Bayern. Während sich seit 1993 der Anbau der weißen Sorten um 13,4 Prozent bzw. 773 ha verringerte, hat sich die Fläche der roten Sorten durch einen Anstieg um 854 ha fast vervierfacht.

 
Mit 1 712 ha war Müller-Thurgau, trotz des bereits mehr als 20 Jahre anhaltenden rückläufigen Trends, die in Bayern am häufigsten angepflanzte Rebsorte. Dies entsprach 34,2 Prozent der mit weißen Trauben bestockten Rebflächen. 1993 lag dieser Anteil bei einer damaligen Fläche von 2 803 ha noch bei fast 50 Prozent. Es folgen der Grüne Silvaner mit 1 425 ha (28,5 Prozent der Weißweinrebfläche) sowie der Bacchus mit 738 ha (14,7 Prozent). Auf diese drei Rebsorten entfielen somit gut drei Viertel der mit weißen Sorten bestockten Fläche.

 
Bei den roten Sorten favorisierten die Winzer die Domina-Rebe, die auf 334 ha angebaut wurde. Dies entspricht 28,5 Prozent der Rotweinrebfläche. Es folgen der Blaue Spätburgunder mit 266 ha (22,7 Prozent der Rebfläche), der Dornfelder mit 149 ha (12,7 Prozent) sowie die
Regent-Rebe mit 141 ha (12,0 Prozent). Drei Viertel der Rotweinrebfläche waren mit diesen vier Traubensorten bestockt.

 
Gut 99 Prozent der Rebfläche liegt im Anbaugebiet Franken (6 124 ha), lediglich 0,9 Prozent (53 ha) in den übrigen Gebieten, insbesondere dem bayerischen Teil des Bodensees sowie in ganz geringem Umfang im Untergebiet der Donau. In Franken sind gut vier Fünftel, in den übrigen Gebieten gut zwei Drittel der Rebflächen mit weißen Trauben bestockt.

 
Sechs Prozent der gesamten bestockten Rebfläche Deutschlands liegen in Bayern. Damit nimmt der Freistaat beim Weinanbau mit deutlichem Abstand hinter Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg die dritte Position ein.



Hinweis:

Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.



Ausführliche Ergebnisse enthält der Mitte des Jahres erscheinende Statistische Bericht C II 5 „Weinwirtschaft in Bayern 2014“. Der Bericht kann dann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen (Rubrik: Land- und Forstwirtschaft) als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).





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