Auf einen Blick


Pressemitteilung

53/2015/42/A
München, den 06. März 2015

Zum Internationalen Frauentag am 8. März

72 Prozent der Frauen in Bayern sind erwerbstätig

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik waren im Jahr 2013 etwa sieben von zehn Frauen (72 Prozent) im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in Bayern erwerbstätig. 2003 lag die Erwerbstätigenquote der Frauen noch bei rund 63 Prozent. Gut 30 Prozent der berufstätigen Frauen und fünf Prozent der Männer wiesen einen wöchentlichen Arbeitsumfang von unter 21 Stunden auf. Vier von fünf erwerbstätigen Frauen (81 Prozent) und 54 Prozent der Männer übten einen Beruf im Dienstleistungsbereich aus.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anlässlich des Internationalen Frauentages am
8. März bekannt gibt, waren im Jahr 2013 in Bayern 2,98 Millionen Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren erwerbstätig. Das waren rund 72 Prozent aller Frauen im erwerbsfähigen Alter. Dies geht aus den Daten des Mikrozensus hervor, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung.

 
Als erwerbstätig im Sinne der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gelten alle Personen im Alter von 15 oder mehr Jahren, die im Berichtszeitraum wenigstens eine Stunde gegen Lohn oder sonstiges Entgelt einer beruflichen Tätigkeit nachgingen bzw. in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis standen oder als Selbständige bzw. mithelfende Familienangehörige arbeiteten.

 
Im Zehnjahresvergleich wird deutlich, dass die Arbeitsmarktbeteiligung beider Geschlechter anstieg, der prozentuale Zuwachs aber bei den Frauen größer ausfiel als bei den Männern. Im Mai 2003, dem damaligen Erhebungsmonat des Mikrozensus, gingen rund 63 Prozent der
15- bis unter 65 jährigen Frauen einer Erwerbstätigkeit nach. Im Jahr 2013 traf dies bereits auf fast 72 Prozent der Frauen zu. Die Erwerbstätigenquote der Männer erhöhte sich hingegen nur von knapp 77 Prozent auf rund 82 Prozent.

 
Auch in Bezug auf die normalerweise je Woche geleistete Arbeitszeit in der (Haupt-) Erwerbstätigkeit lassen sich zwischen den Geschlechtern deutliche Unterschiede feststellen. Während 2013 gut 30 Prozent der berufstätigen Frauen im Erwerbsalter ein wöchentliches Arbeitspensum von unter 21 Stunden pro Woche aufwiesen, lag der entsprechende Anteil bei den Männern bei etwa fünf Prozent.

 
Die Gründe dafür, dass Frauen Teilzeit arbeiten, sind unterschiedlicher Natur. So gab gut ein Viertel (27 Prozent) der in Teilzeit erwerbstätigen, abhängig beschäftigten Frauen an, dass sie aufgrund der Betreuung von Kindern keine Vollzeittätigkeit wahrnehmen können. Weitere 30 Prozent geben sonstige persönliche bzw. familiäre Verpflichtungen als Begründung an.

 
Der Großteil (81 Prozent) der berufstätigen Frauen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren war 2013 im Dienstleistungssektor tätig. Im Produzierenden Gewerbe arbeiteten gut 17 Prozent sowie gut ein Prozent in der Land- und Forstwirtschaft bzw. Fischerei. Demgegenüber waren Männer seltener im Dienstleistungsbereich (54 Prozent) und stattdessen häufiger im sekundären Sektor (44 Prozent) vertreten.

 
Etwa neun von zehn erwerbstätigen Frauen (92 Prozent) befanden sich 2013 in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis. Auf selbständiger Basis arbeiteten gut sieben Prozent der berufstätigen Frauen und etwa ein Prozent der Frauen gab an, als mithelfende Familienangehörige tätig zu sein.



Methodische Hinweise:

Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2013 wurden auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 basieren. Die Mikrozensus-Hochrechnung von 2003 basiert hingegen auf den fortgeschriebenen Ergebnissen der Volkszählung 1987.







Ausführliche Ergebnisse enthält der Bericht:

  • "Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns 2013"





Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns 2013“ (Bestellnummer: A62023 201300). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.






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