Auf einen Blick

Pressemitteilung

79/2015/35/N
München, den 25. März 2015

Reallöhne in Bayern im Jahr 2014 deutlich um 2,5 Prozent gestiegen

Arbeitnehmer profitieren von kräftigem Zuwachs beim Nominallohn sowie einer niedrigen Inflationsrate

 
Bayerische Arbeitnehmer verdienten im Jahr 2014 real, also preisbereinigt, durchschnittlich 2,5 Prozent mehr als im Jahr 2013. Nach Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik erhöhten sich im Jahr 2014 die Nominallöhne um 3,3 Prozent, wohingegen die Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich lediglich um 0,8 Prozent anstiegen.

 
In Bayern lag der Bruttoverdienst (einschließlich Sonderzahlungen) aller Arbeitnehmer, also der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie der geringfügig Beschäftigten, im Jahr 2014 durchschnittlich real um 2,5 Prozent höher als im Jahr 2013. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, stiegen dabei die Nominallöhne um 3,3 Prozent. Da sich im gleichen Zeitraum die Verbraucherpreise nur um 0,8 Prozent erhöhten, ergibt sich eine Steigerung der Reallöhne um 2,5 Prozent.

 
Verglichen mit früheren Jahren waren in 2008 sowie 2011 mit jeweils 3,5 Prozent etwas höhere Veränderungsraten der Nominallöhne zu verzeichnen als 2014 (3,3 Prozent). Preisbereinigt fielen die Verdienstzuwächse in diesen Jahren aufgrund höherer Inflationsraten aber deutlich geringer aus (2008: 0,8 Prozent; 2011: 1,4 Prozent).
 
 
 

Entwicklung der Real- und Nominallöhne aller Arbeitnehmer1) und der Verbraucherpreise in Bayern seit 2008

Jahr

Reallohnindex

Nominallohnindex

Verbraucherpreisindex

Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum in %

2008

0,8

3,5

2,7

2009

-1,1

-0,6

0,5

2010

1,9

3,1

1,1

2011

1,4

3,5

2,1

2012

0,5

2,7

2,2

2013

0,2

1,6

1,4

2014

2,5

3,3

0,8

__________________

 

 

 

1) Bruttomonatsverdienste der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sowie geringfügig Beschäftigten

 
 
 
Hinweis:

Die Daten zur Verdienstentwicklung sind Ergebnisse der vierteljährlich stattfindenden Verdiensterhebung. Befragt werden in einer repräsentativen Stichprobe ca. 5 000 bayerische Betriebe aus nahezu allen Branchen der gesamten Wirtschaft mit Ausnahme der Land- und Forstwirtschaft. Die Nominal- und Reallohnindizes werden ab dem Berichtsjahr 2007 berechnet.
 
 
Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Verdienste und Arbeitszeiten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich in Bayern im 4. Quartal 2014“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).
 
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.