Auf einen Blick

Pressemitteilung

95/2015/56/E
München, den 17. April 2015

Bauhauptgewerbe auch im Februar mit schwachem Ergebnis

Umsatz um 8,0 Prozent unter Vorjahreswert, Wohnungs- und Straßenbau am stärksten betroffen

 
Im Februar 2015 erzielte das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von 595,1 Millionen Euro, was einem Umsatzminus von 51,5 Millionen Euro bzw. 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, haben ausgenommen den öffentlichen Hochbau (+10,8 Prozent gegenüber Februar 2014) alle Bausparten zu diesem Umsatzrückgang beigetragen. Der Wert der Auftragseingänge belief sich im aktuellen Berichtsmonat auf 938,4 Millionen Euro (+5,7 Prozent) und der Personalstand auf 74 628 tätige Personen (+1,0 Prozent).

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik erwirtschaftete das Bauhauptgewerbe in Bayern im Februar 2015 einen baugewerblichen Umsatz von 595,1 Millionen Euro. Im Vergleich mit dem Ergebnis vom Februar 2014 bedeutet dies einen Umsatzrückgang von 51,5 Millionen Euro bzw. 8,0 Prozent. Zu dieser rückläufigen Gesamtentwicklung haben mit Ausnahme des öffentlichen Hochbaus (+10,8 Prozent) alle Bausparten beigetragen, darunter am stärksten der Wohnungs- und der Straßenbau
(-13,6 Prozent bzw. -30,5 Prozent).

 
Regional auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, ist ein höherer baugewerblicher Umsatz als im Vorjahresmonat im Mittel allein für die in Unterfranken ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe festzustellen (+28,3 Prozent auf insgesamt 79,6 Millionen Euro).

 
Die in einem der anderen sechs bayerischen Regierungsbezirke angesiedelten bauhauptgewerblichen Betriebe verzeichneten im Durchschnitt zwischen 1,4 Prozent (Oberbayern) und 23,5 Prozent (Schwaben) niedrigere baugewerbliche Umsätze als vor Jahresfrist.

 
Anders als der baugewerbliche Umsatz entwickelten sich die Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe im Februar 2015 positiv. Deren Gesamtwert belief sich aktuell auf 938,4 Millionen Euro, was einem Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis entspricht.

 
Für diesen Anstieg zeichneten vier von sechs Bausparten verantwortlich, und zwar mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten bis zu 32,5 Prozent (Straßenbau). Niedrigere Auftragseingänge als im Februar 2014 errechneten sich für den gewerblichen und industriellen Hochbau (-9,0 Prozent) sowie für den Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (-7,3 Prozent).

 
Auch der Personalstand lag im Februar 2015 über Vorjahresniveau. Mit 74 628 tätigen Personen waren im aktuellen Berichtsmonat insgesamt 760 Mitarbeiter mehr im Bauhauptgewerbe beschäftigt als vor einem Jahr (+1,0 Prozent). Diese Beschäftigten leisteten an 20 Arbeitstagen (wie im Vorjahresmonat) ein Pensum von 4,2 Millionen Arbeitsstunden (19,6 Prozent), darunter 1,9 Millionen Arbeitsstunden für den Bau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau; -25,1 Prozent). Die Bruttoentgeltsumme betrug aktuell 178,8 Millionen Euro
(-0,2 Prozent).



Hinweis:

Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.




Das Bauhauptgewerbe in Bayern im Februar 2015

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Bauhauptgewerbe in Bayern im Februar 2015

insgesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 €

Baugewerblicher Umsatz2)

Oberbayern

 153 532 

 47 106 

 38 100 

 25 959 

 14 310 

 10 988 

 17 068 

Niederbayern

 70 301 

 22 233 

 23 412 

 4 587 

 4 618 

 3 438 

 12 013 

Oberpfalz

 83 389 

 15 937 

 40 032 

 8 215 

 8 377 

 3 639 

 7 189 

Oberfranken

 61 691 

 11 634 

 32 471 

 3 795 

 4 609 

 4 111 

 5 070 

Mittelfranken

 50 144 

 16 042 

 12 519 

 8 139 

 4 765 

 3 426 

 5 253 

Unterfranken

 79 587 

 15 026 

 24 547 

 7 758 

 21 263 

 3 127 

 7 867 

Schwaben

 96 406 

 32 112 

 37 860 

 9 427 

 6 611 

 4 644 

 5 752 

Bayern

 595 050 

 160 090 

 208 942 

 67 881 

 64 553 

 33 373 

 60 211 

Veränderung ggü.
Februar 2014 in %

-8,0

-13,6

-1,9

-12,7

10,8

-30,5

-6,3

Auftragseingänge

Oberbayern

 328 887 

 104 984 

 88 447 

 42 330 

 8 249 

 70 856 

 14 021 

Niederbayern

 154 918 

 49 433 

 41 482 

 21 004 

 9 619 

 17 967 

 15 414 

Oberpfalz

 119 004 

 19 777 

 53 479 

 12 486 

 5 976 

 13 439 

 13 848 

Oberfranken

 48 872 

 7 841 

 13 903 

 1 462 

 7 707 

 9 906 

 8 053 

Mittelfranken

 70 328 

 25 692 

 11 843 

 10 729 

 6 434 

 6 915 

 8 715 

Unterfranken

 77 929 

 18 685 

 17 716 

 9 924 

 6 291 

 11 898 

 13 415 

Schwaben

 138 426 

 38 055 

 31 360 

 23 777 

 15 063 

 12 393 

 17 779 

Bayern

 938 365 

 264 466 

 258 230 

 121 713 

 59 338 

 143 374 

 91 244 

Veränderung ggü.
Februar 2014 in %

5,7

8,3

-9,0

24,2

7,6

32,5

-7,3

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.

2) Ohne Umsatzsteuer.





Ausführliche Ergebnisse bis auf Kreisebene enthält der Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im Februar 2015“ (Berichtsnummer: E21003 201502).

 
Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

 
Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb
per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder
Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.