Auf einen Blick


Pressemitteilung

96/2015/42/A
München, den 21. April 2015

Zum Girls‘ Day am 23. April

Nach wie vor deutliche Geschlechterunterschiede in der Berufswahl

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik verfügten junge Frauen im Freistaat 2013 durchschnittlich über höhere Schulabschlüsse als junge Männer. So hatten 38 Prozent der Frauen zwischen 18 und 24 Jahren Abitur, jedoch nur 33 Prozent der Männer. Nach wie vor bestanden allerdings starke Unterschiede in Sachen Berufswahl. Demnach waren beispielsweise 91 Prozent der Erwerbstätigen unter 30 Jahren mit beruflichem Abschluss im Fachbereich „Ingenieurswesen, Verarbeitendes Gewerbe und Bergbau, Verkehr“ männlich.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anlässlich des Girls‘ Day am 23. April bekannt gibt, verfügten junge Frauen zwischen 18 und 24 Jahren im Jahr 2013 durchschnittlich über höhere Schulabschlüsse als junge Männer derselben Altersklasse. So hatten 19 Prozent der weiblichen Bevölkerung in Bayern einen Hauptschulabschluss, während es bei den männlichen Personen 30 Prozent waren.

 
Beim Realschulabschluss wiesen die Frauen mit 35 Prozent einen deutlich höheren Anteil auf als die Männer mit 29 Prozent, beim Abitur war ebenfalls eine klare Differenz erkennbar (Frauen: 38 Prozent, Männer: 33 Prozent). Etwa sechs Prozent der Frauen zwischen 18 und 24 Jahren und fünf Prozent der Männer befanden sich noch in schulischer Ausbildung.

 
Betrachtet man die Bildungsabschlüsse höherer Altersgruppen, so zeigten sich hier deutliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. So lag der Anteil der Abiturienten in der Gruppe der Männer zwischen 40 und 49 Jahren bei 32 Prozent, während dieser bei den Frauen 28 Prozent betrug. In der Bevölkerung ab 65 Jahren bestand ein noch stärkerer Unterschied: Hier hatten 20 Prozent der Männer und acht Prozent der Frau-en die (Fach-)Hochschulreife, während 65 Prozent bzw. 70 Prozent über einen Hauptschulabschluss verfügten.

 
In Bezug auf die Hauptfachrichtungen der beruflichen Bildungsabschlüsse von Männern und Frauen waren allerdings nach wie vor geschlechterspezifische Interessen erkennbar. So waren beispielsweise 72 Prozent aller erwerbstätigen Personen mit einem Abschluss in der Fachrichtung „Sprach- und Kulturwissenschaften, Sport“ und 64 Prozent des Bereichs „Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ Frauen, während 89 Prozent aller Absolventen eines Berufsabschlusses im Gebiet „Ingenieurswesen, Verarbeitendes Gewerbe und Bergbau, Verkehr“ männlich waren.

 
Dieser Sachverhalt war bei jungen Leuten unter 30 Jahren sogar noch stärker ausgeprägt. Hier waren 80 Prozent der erwerbstätigen Personen in der Fachrichtung „Sprach- und Kulturwissenschaften, Sport“ sowie 67 Prozent bei den „Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ weiblich und 91 Prozent der Personen mit einem beruflichen Bildungsabschluss im Bereich „Ingenieurswesen, Verarbeitendes Gewerbe und Bergbau, Verkehr“ männlich.



Hinweis:

Die Ergebnisse basieren auf den Daten des Mikrozensus, einer jährlichen Befragung von einem Prozent der Bevölkerung. In Bayern wurden dazu im Jahr 2013 rund 125 000 Personen befragt.




Weitere Ergebnisse zum Thema enthält der Statistische Bericht:

  • „Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns 2013“










Der Statistische Bericht „Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns 2013“ (Bestellnummer: A62023 201300) kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.






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