Auf einen Blick


Pressemitteilung

12/2016/55/A
München, den 22. Januar 2016

Knapp 8,3 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren im Jahr 2014 durchgeführt

Bei 38,6 Prozent wurde ein chirurgischer Eingriff durchgeführt.

 
In den bayerischen Krankenhäusern wurden im Jahr 2014 knapp 8,3 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren bei den aus vollstationärer Behandlung entlassenen Patienten im DRG-Entgeltbereich durchgeführt. DRG(Diagnosis Related Groups)-Entgelt bezeichnet dabei das pauschalierte Abrechnungsverfahren nach diagnosebezogenen Fallgruppen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik waren das rund 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Krankenhausfälle – also die behandelten Personen –, bei denen eine Operation oder medizinische Prozedur durchgeführt wurde, stieg im gleichen Zeitraum dagegen nur um 2,8 Prozent. Bei 38,6 Prozent (rund 1,1 Millionen) aller vollstationär behandelten Patienten wurde ein chirurgischer Eingriff durchgeführt.
 
Im Jahr 2014 wurden in den bayerischen Krankenhäusern knapp 8,3 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren bei den vollstationär behandelten Patienten durchgeführt, was einem Anstieg dieser Maßnahmen von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (rund 7,9 Millionen) entsprach. Die Anzahl der behandelten Patienten, also der sogenannten Krankenhausfälle, bei denen eine Operation oder medizinische Prozedur durchgeführt wurde, stieg dagegen nur um 2,8 Prozent von nahezu 2,3 Millionen im Jahr 2013 auf rund 2,4 Millionen im Jahr 2014.
 
Nahezu ein Drittel der im Jahr 2014 durchgeführten Maßnahmen waren Operationen (rund 2,6 Millionen), gefolgt von nichtoperativen therapeutischen Maßnahmen mit einem Anteil von 25,1 Prozent (rund 2,1 Millionen), bildgebende Diagnostik mit 20,8 Prozent (1,7 Millionen) und diagnostische Maßnahmen mit 18,3 Prozent (1,5 Millionen). Der Rest verteilte sich auf ergänzende Maßnahmen und die Verabreichung spezieller Medikamente.
 
Von den rund 2,9 Millionen stationären Patienten wurden bei etwa 1,1 Millionen (38,6 Prozent) eine Operation gemäß dem Kapitel 5 des OPS durchgeführt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wurden 50,1 Prozent der Operationen an Patienten, die 60 Jahre oder älter waren vorgenommen.
 
Zu den häufigsten Operationen der über 60-Jährigen gehörten andere Operationen am Darm, endoskopische Operationen an den Gallengängen, Zugang zur Lendenwirbelsäule, zum Os sacrum und zum Os coccygis, die Implantation einer Endoprothese am Hüftgelenk und andere Operationen an der Wirbelsäule.
 
Arthroskopische Operationen am Gelenkknorpel und an den Menisken, arthroskopische Refixationen und Plastiken am Kapselbandapparat des Schultergelenkes und arthroskopische Operationen an der Synovialis (Gelenkkapsel). wurden vor allem bei den 45- bis unter 60-Jährigen durchgeführt.
 
In der Altersgruppe der 15- bis 44-Jährigen standen die beiden am meisten durchgeführten Operationen in Zusammenhang mit Entbindungen, wie die Rekonstruktion weiblicher Geschlechtsorgane nach Dammriss und andere Kaiserschnittentbindungen, an dritter Stelle dann Operationen an der unteren Nasenmuschel.
 
Bei Kindern bis 14 Jahren gehörten die geschlossene Reposition einer Fraktur, das Einschneiden des Trommelfells zur Eröffnung der Paukenhöhle sowie Entfernung der Rachenmandeln zu den am meisten durchgeführten Operationen.

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