Auf einen Blick

Pressemitteilung

142/2016/56/F
München, den 27. Mai 2016

3 509 Wohnungen weniger durch Abriss oder Umwidmung von Gebäuden und Gebäudeteilen

Die Ergebnisse der Bauabgangsstatistik in Bayern für das Jahr 2015 liegen vor

 
Von den Bauaufsichtsbehörden in Bayern wurde im Verlauf des Jahres 2015 der durch Abriss oder Umwidmung bedingte Abgang von 2 443 Gebäuden und 203 Gebäudeteilen angezeigt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter berichtet, sind dies 248 bzw. 11,3 Prozent mehr Abgangsmeldungen für ganze Gebäude als 2014 (2 195 Gebäude). Von den aus dem Gebäudebestand in Bayern 2015 insgesamt 2 443 abgegangenen Gebäuden waren 874 bzw. 35,8 Prozent Wohngebäude, darunter gut vier Fünftel (708 bzw. 81,0 Prozent) Ein- oder Zweifamilienhäuser. Die durch den Abgang dieser ganzen Gebäude entfallene Wohnfläche maß insgesamt 223 400 Quadratmeter und die damit ebenfalls entfallene Nutzfläche zusammen 871 200 Quadratmeter. Mit den insgesamt 2 646 Gebäuden und Gebäudeteilen wurde von den bayerischen Bauaufsichtsbehörden zeitgleich auch der Abgang von 3 509 Wohnungen mitgeteilt und damit 45,7 Prozent Wohnungsabgänge mehr als im Jahr 2014. Die meisten dieser Wohnungen befanden sich in Wohngebäuden (3 066 bzw. 87,4 Prozent).

 
Im Rahmen der amtlichen Bautätigkeitsstatistiken werden neben Baugenehmigungen und Baufertigstellungen auch Bauabgänge erfasst. Als Bauabgang zählt dabei der Abbruch oder die Zerstörung eines Gebäudes oder Gebäudeteils (somit die Beseitigung physischer Bausubstanz) sowie die Änderung des Nutzungsschwerpunkts eines Gebäudes oder Gebäudeteils zwischen Wohn- und Nichtwohnzwecken (mithin der Wechsel in die jeweilige andere Nutzungskategorie).

 
Den aktuell vorliegenden Ergebnissen der jüngsten Bauabgangserhebung zufolge haben die bayerischen Bauaufsichtsbehörden im Jahr 2015 den durch Abriss oder Umwidmung bedingten Abgang von insgesamt 2 443 Gebäuden (ohne Gebäudeteile) mitgeteilt. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik übertrifft dies das entsprechende Anzeigevolumen 2014 deutlich um 11,3 Prozent.

 
Von den im aktuellen Berichtsjahr aus dem Gebäudebestand in Bayern insgesamt abgegangenen 2 443 Gebäuden waren 874 Wohngebäude und 1 569 gewerbliche Hochbauten, die auch als Nichtwohngebäude bezeichnet werden. Unter den Wohngebäuden befanden sich 708 bzw. 81,0 Prozent Eigenheime (mithin Ein- oder Zweifamilienhäuser) und 166 Mehrfamilienhäuser (darunter 14 Wohnheime).

 
Die Wohnfläche, die durch die Gebäudeabgänge entfiel, belief sich auf insgesamt 223 400 Quadratmeter und die dadurch zeitgleich entfallene Nutzfläche auf zusammen 871 200 Quadratmeter. 2 040 bzw. 83,5 Prozent der im Jahr 2015 abgegangenen ganzen Gebäude waren vor 1971 errichtet worden, darunter 1 209 bzw. 59,3 Prozent der Gebäude in den Jahren von 1949 bis 1970. Insgesamt 108 bzw. 4,4 Prozent der Gebäude wurden erst 1981 oder später gebaut.

 
Neben dem Abgang von 2 443 ganzer Gebäude mit zusammen 3 370 Wohnungen haben die Bauaufsichtsbehörden in Bayern im Jahr 2015 auch den Abgang von 203 Gebäudeteilen mit zusammen 139 Wohnungen angezeigt, womit im aktuellen Berichtsjahr insgesamt 3 509 Wohnungen aus dem Wohnungsbestand in Bayern entfallen sind (+45,7 Prozent gegenüber 2014). Die meisten dieser Wohnungen befanden sich in Wohngebäuden (3 066 bzw. 87,4 Prozent).

 
Die angezeigten Wohnungsabgänge (3 509) in Relation zu den Wohnungsfertigstellungen (53 352) betrachtet, standen in Bayern 2015 jedem Wohnungsabgang rein rechnerisch 15,2 Wohnungsfertigstellungen gegenüber (2014: 21,4 Wohnungsfertigstellungen).



Hinweis:

Weitere Ergebnisse zum Thema, auch in regionaler Untergliederung, können in unserer Dienststelle in Schweinfurt erfragt werden:

E-Mail: baustatistik@statistik.bayern.de

Telefon: 09721-2088-5325


Abgang ganzer Gebäude in Bayern seit 2010 nach Gebäudearten

Jahr

Abgang ganzer Gebäude

Zum Vergleich:
Fertiggestellte Wohnungen

Gebäude

Nutzfläche

Wohnfläche

Wohnungen1)

Anzahl

1 000 m²

Anzahl

Wohngebäude

2010

  670

24,5

127,5

 1 605

 32 565

2011

  892

29,3

167,6

 2 357

 41 672

2012

  785

32,3

159,1

 2 618

 40 441

2013

  933

31,1

178,7

 3 218

 46 267

2014

  820

30,5

156,3

 1 972

 50 880

2015

874

32,1

181,2

 3 066

 52 141

Nichtwohngebäude

2010

 1 087

580,8

19,5

  288

  572

2011

 1 211

688,1

22,8

  260

  532

2012

 1 270

914,9

33,5

  374

  698

2013

 1 284

788,5

35,8

  412

  792

2014

 1 375

715,1

40,8

  436

  644

2015

 1 569

839,1

42,2

443

 1 211

Insgesamt

2010

 1 757

605,3

147,0

 1 893

 33 137

2011

 2 103

717,4

190,4

 2 617

 42 204

2012

 2 055

947,2

192,6

 2 992

 41 139

2013

 2 217

819,6

214,5

 3 630

 47 059

2014

 2 195

745,6

197,1

 2 408

 51 524

2015

 2 443

871,2

223,4

 3 509

 53 352

______

 

1)   Einschl. Wohnungen in abgegangenen Gebäudeteilen (2015: 139 Wohnungen) sowie 2010 und 2011 einschl. sonstiger Wohneinheiten, die seit 2012 als Wohnungen erfasst werden.


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