Auf einen Blick


Pressemitteilung

161/2016/57/B
München, den 10. Juni 2016

326 Habilitationen an Bayerns Universitäten

Knapp ein Viertel der Neuhabilitierten sind Frauen

 
2015 wurden an bayerischen Universitäten 326 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik waren dies fast fünf Prozent mehr als 2014 (311). Wie in den Vorjahren erwarb über die Hälfte der angehenden Professorinnen und Professoren ihre Lehrbe-fähigung im Bereich Humanmedizin. Fast jede vierte Habilitationsschrift wurde von einer Frau vorgelegt.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, haben 2015 an bayerischen Hochschulen 79 Wissenschaftlerinnen und 247 Wissenschaftler ihre Lehrbefähigung erteilt bekommen und können sich um eine Professur an Hochschulen bewerben.

 
Mit insgesamt 326 Habilitationen wurde der Zehnjahresdurchschnitt von 2005 bis 2014 (331) fast erreicht. Gegenüber dem Vorjahr waren es knapp fünf Prozent mehr (311). Die im Jahr 2015 Habilitierten waren im Durchschnitt 40,4 Jahre alt (Frauen: 40,7 Jahre; Männer: 40,3 Jahre).

 
Wie in den Vorjahren erwarb fast ein Drittel (98 oder 30,1 Prozent) der angehenden Professoren ihre Qualifikation an der Universität München. Mit 58 Habilitierten folgte 2015 die Universität in Nürnberg-Erlangen knapp vor der Technischen Universität München (52) und den Universitäten Regensburg (40) und Würzburg (33).

 
Der Bereich Humanmedizin war auch 2015 mit 174 Habilitationen (53,4 Prozent) Spitzenreiter. Mit deutlichem Abstand folgten die MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik) (64 bzw. 19,6 Prozent) und die Geisteswissenschaften mit 44 Habilitationen (13,5 Prozent).

 
In der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurden 35 Habilitationsverfahren (10,7 Prozent) erfolgreich abgeschlossen.

 
Knapp ein Viertel der Habilitationsschriften (24,2 Prozent) wurden von einer Frau vorgelegt. 17,7 Prozent der neuhabilitierten Wissenschaftlerinnen erwarben ihre Lehrbefähigung in der Fächergruppe Geisteswissenschaften (Männer: 12,1 Prozent), 12,7 Prozent in einem MINT-Fach (Männer 21,9 Prozent).

 
36 der im Jahr 2015 Habilitierten (11,0 Prozent) waren ausländische Wissenschaftler. Fünfzehn der von Ausländern erfolgreich abgeschlossenen Habilitationsverfahren entfielen auf die MINT-Fächer, vierzehn auf Humanmedizin, fünf auf die Geisteswissenschaften und zwei Habilitationsverfahren auf Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

 
Der überwiegende Teil der Neuhabilitierten (216 oder 66,3 Prozent) war auch 2015 an einer Universität beschäftigt (2014: 72,3 Prozent).



Hinweis: Keine regioanlisierten Zahlen.








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