Auf einen Blick


Pressemitteilung

16/2016/35/M
München, den 28. Januar 2016

Inflationsrate in Bayern im Januar bei 0,7 Prozent

Kraftstoffe und Heizöl so günstig wie seit Jahren nicht mehr

 
Im Vergleich zum Januar des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 0,7 Prozent erhöht; im vorangegangenen Dezember hatte die Inflationsrate bei 0,5 Prozent gelegen. Wie schon in den Monaten zuvor hat zu der niedrigen Inflationsrate maßgeblich der Preisrückgang am Energiemarkt beigetragen. So haben sich binnen Jahresfrist Heizöl um 21,0 und Kraftstoffe um 4,5 Prozent verbilligt. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet, hätte im Januar die Inflationsrate bei 1,0 Prozent gelegen. - Das Preisniveau für Nahrungsmittel ist im Gesamtdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 Prozent gestiegen. Damit hat sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln wieder abgeschwächt; im Dezember lag die Jahresteuerungsrate für Nahrungsmittel noch bei 3,0 Prozent. - Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise gegenüber dem vorangegangenen Dezember im Gesamtniveau vergleichsweise kräftig zurückgegangen (-0,8 Prozent). Nochmals deutlich verbilligt haben sich binnen Monatsfrist Heizöl (-9,3 Prozent) und Kraftstoffe (-3,2 Prozent). Energie war damit so günstig wie seit Jahren nicht mehr. Für Heizöl wurde zuletzt im Januar 2005 und für Kraftstoffe im März 2009 ein geringeres Preisniveau gemessen. Insbesondere wegen der beginnenden Schlussverkäufe sind auch die Preise für Bekleidungsartikel (-4,9 Prozent) spürbar gefallen.



 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Januar 2016 bei 0,7 Prozent; im vorangegangenen Dezember hatte sie bei 0,5 Prozent gelegen.
 
Die Preise für Nahrungsmittel sind gegenüber dem Januar des Vorjahres im Gesamtdurchschnitt um 1,1 Prozent gestiegen. Damit hat sich die Jahresteuerung bei Nahrungsmitteln wieder abgeschwächt; im Dezember hatte sie noch bei 3,0 Prozent gelegen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Preisentwicklung teilweise wiederum sehr unterschiedlich. Billiger als im Vorjahr waren insbesondere Molkereiprodukte. So konnten u. a. bei Sahne (-7,5 Prozent) und Schnittkäse (-10,2 Prozent) deutliche Preisrückgänge beobachtet werden. Spürbar verteuert haben sich binnen Jahresfrist hingegen Eier (+9,7 Prozent). Auch die Preise für Obst (+5,3 Prozent) und Gemüse (+3,9 Prozent) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
 
Im Energiebereich sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Januar des Vorjahres um 21,0 Prozent gefallen. Auch Kraftstoffe (-4,5 Prozent) haben sich binnen Jahresfrist verbilligt. Leichte Preisrückgänge waren bei Gas (-1,9 Prozent) zu beobachten. Das Preisniveau für Strom (-0,2 Prozent) blieb nahezu unverändert.
 
Weiterhin entspannt verläuft im Landesdurchschnitt die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Januar des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,3 Prozent. Niedriger als im Vorjahr waren wiederum auch im Januar die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Festplattenrecorder (-4,9 Prozent) und Fernsehgeräte (-9,2 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.
 
Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise (-0,8 Prozent) im Gesamtni-veau zurückgegangen. Weiter verbilligt haben sich Kraftstoffe (-3,2 Prozent) und Heizöl (-9,3 Prozent). Energie war damit so günstig wie seit Jahren nicht mehr. So wurde für Heizöl zuletzt im Januar 2005 und für Kraftstoffe im März 2009 ein geringeres Preisniveau gemessen. Insbesondere wegen der beginnenden Schlussverkäufe für Wintermode sind auch die Preise für Bekleidungsartikel (-4,9 Prozent) spürbar gefallen.



Hinweis:
Die Presseinformation zum Berichtsmonat Januar 2015 enthält vorläufige Ergebnisse.

Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Januar 2015 mit Jahreswerten von 2013 bis 2015 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2011 bis Januar 2016 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).

  • Statistische Berichte
  • VPI bei uns im Internet
  • Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.