Auf einen Blick


Pressemitteilung

191/2016/32/A
München, den 07. Juli 2016

Die Gesundheitswirtschaft in Bayern umfasst eine Bruttowertschöpfung von rund 39,8 Mrd. Euro

Dies entspricht 8,1 Prozent der gesamten bayerischen Wirtschaftsleistung

 
Das Bayerische Landesamt für Statistik vermeldet für 2015 eine Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft von rund 39,8 Mrd. Euro. Seit 2010 ist dies eine preisbereinigte Zunahme um 8,3 Prozent. Erwirtschaftet wurde dieses Ergebnis von rund 855.000 Erwerbstätigen. Die durchschnittliche Produktivität je Erwerbstätigen lag 2015 bei 46.588 Euro.
 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik betrug die Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) der Gesundheitswirtschaft 2015 nach derzeitigem Berechnungsstand 39,8 Mrd. Euro. Dies entspricht 8,1 Prozent der gesamten bayerischen Wirtschaftsleistung. Verglichen mit dem Vorjahr ist die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft um 1,8 Prozent (preisbereinigt) gestiegen (BWS der Gesamtwirtschaft: +2,0 Prozent). Für den Zeitraum 2010 bis 2015 wurde eine preisbereinigte Zunahme der Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft um 8,3 Prozent (BWS der Gesamtwirtschaft: +12,1 Prozent) festgestellt.
 
Im Freistaat wurden im Jahr 2015 rund 855.000 Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft ermittelt. Das entspricht einem Anteil von 11,8 Prozent aller Erwerbstätigen in Bayern. Gegenüber 2014 waren 2,1 Prozent mehr Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft tätig, verglichen mit 2010 waren es 8,2 Prozent mehr. Die Erwerbstätigenzahl der Gesamtwirtschaft verzeichnete im selben Zeitraum eine Zunahme um 7,3 Prozent.
 
Durchschnittlich wurden von einem Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft 46.588 Euro erwirtschaftet. Die durchschnittliche Arbeitsproduktivität der Gesamtwirtschaft lag bei 67.954 Euro. Die verhältnismäßig niedrige Arbeitsproduktivität in der Gesundheitswirtschaft ist auch durch den hohen Teilzeitanteil bedingt.

Hinweis:
Die hier veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL). Erstmals werden miteinander vergleichbare Länderergebnisse zur Quantifizierung der Gesamtwirtschaft nach dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigenansatz veröffentlicht. Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise finden Sie unter www.ggrdl.de.




Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen), Erwerbstätige und  Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) je Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft i.e.S.1), in WZ Q - Gesundheits- und Sozialwesen und in der Gesamtwirtschaft in Bayern 2008 bis 2015

Jahr

Gesundheitswirtschaft
i.e.S.

darunter
WZ Q1)

Gesamtwirtschaft

Anteil der Gesundheitswirtschaft i.e.S.
an der Gesamtwirtschaft in %

Bayern

Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen (Mrd. €)

2008

30,6 

21,3 

393,1 

7,8 

2009

31,4 

22,1 

382,8 

8,2 

2010

33,0 

23,2 

405,1 

8,2 

2011

34,0 

23,9 

431,6 

7,9 

2012

35,2 

24,6 

443,3 

7,9 

2013

36,3 

25,6 

456,9 

8,0 

2014

38,2 

.

473,9 

8,1 

2015

39,8 

.

494,2 

8,1 

Erwerbstätige (1 000 Personen)

2008

747 

583 

6.708 

11,1 

2009

769 

601 

6.728 

11,4 

2010

790 

617 

6.776 

11,7 

2011

806 

633 

6.908 

11,7 

2012

819 

645 

7.022 

11,7 

2013

825 

651 

7.094 

11,6 

2014

837 

663 

7.183 

11,7 

2015

855 

676 

7.272 

11,8 

Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigen (€)

2008

40.943 

36.474 

58.600 

-

2009

40.814 

36.823 

56.899 

-

2010

41.785 

37.636 

59.787 

-

2011

42.242 

37.749 

62.476  

-

2012

42.932 

38.193 

63.123 

-

2013

44.017 

39.242 

64.410 

-

2014

45.563 

.

65.972 

-

2015

46.588 

.

67.954 

-

___

1) gesundheitswirtschaftsrelevanter Teil des WZ Q der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) --- Quellen: Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz der Länder; Stand: Juli 2016; AK VGRdL und AK ETR; Berechnungsstand: August 2015/Februar 2016.



  • Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische
    Gesamtrechnungen der Länder
  • Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.