Auf einen Blick

Pressemitteilung

1/2017/35/M
München, den 03. Januar 2017

Inflationsrate in Bayern im Dezember bei 1,7 Prozent

Energiepreise kräftig gestiegen; höchste Inflationsrate seit über drei Jahren

 
Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 1,7 Prozent erhöht. Dies ist der höchste Anstieg seit über drei Jahren. Zuletzt hatte die Inflationsrate im Juli 2013 (+1,8 Prozent) höher gelegen. Zu der deutlich gestiegenen Inflationsrate hat maßgeblich die Verteuerung bei den Energiepreisen beigetragen. So sind binnen Jahresfrist insbesondere die Preise für Heizöl (+23,3 Prozent), aber auch für Kraftstoffe (+6,0 Prozent) spürbar gestiegen. - Das Preisniveau für Nah-rungsmittel hat sich im Jahresvergleich um 1,1 Prozent erhöht. Verteuert hat sich binnen Jahresfrist vor allem Gemüse (+6,0 Prozent). Ein besonders starker Preisanstieg war zudem bei Butter (+23,6 Prozent) zu beobachten; auch Eier (+12,1 Prozent) wurden spürbar teurer. - Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, haben sich die Verbraucherpreise gegenüber dem vorangegangenen November im Gesamtniveau um 0,7 Prozent erhöht. Hauptsächlich aus saisonalen Gründen hat sich binnen Monatsfrist Gemüse (+6,9 Prozent) verteuert. Besonders starke Preiserhöhungen waren bei Heizöl (+12,5 Prozent) zu beobachten; aber auch die Preise für Kraftstoffe (+3,3 Prozent) sind im Dezember deutlich gestiegen.






Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Dezember 2016 bei +1,7 Prozent; im vorangegangenen November hatte sie noch bei +0,8 Prozent gelegen.

 
Die Preise für Nahrungsmittel sind im Jahresvergleich um 1,1 Prozent gestiegen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Entwicklung teilweise wiederum sehr unterschiedlich. Ausgesprochen stark haben sich binnen Jahresfrist die Preise für Butter (+23,6 Prozent) erhöht; auch Eier (+12,1 Prozent) sind spürbar teurer geworden. Demgegenüber war bei Obst (-3,3 Prozent) ein Preisrückgang zu beobachten. Gemüse (+6,0 Prozent) wiederum hat sich deutlich verteuert.

 
Am Energiemarkt sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Dezember des Vorjahres um 23,3 Prozent gestiegen. Die Preise für Kraftstoffe (+6,0 Prozent) haben sich binnen Jahresfrist ebenfalls erhöht. Stärkere Preisnachlässe waren bei Gas (-4,2 Prozent) zu beobachten. Strom (+1,1 Prozent) hat sich binnen Jahresfrist geringfügig verteuert.

 
Vergleichsweise entspannt verläuft im Landesdurchschnitt weiterhin die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Dezember des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,9 Prozent.

 
Niedriger als im Vorjahr waren wiederum auch im Dezember die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u.a. Festplattenrecorder (-10,3 Prozent), Wäschetrockner (-7,6 Prozent) und Fernsehgeräte (-5,9 Prozent) günstiger beziehen als im Vorjahr.

 
Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,7 Prozent erhöht. Ein kräftiger Preisschub war bei Heizöl (+12,5 Prozent) zu beobachten. Kraftstoffe (+3,3 Prozent) haben sich binnen Monatsfrist ebenfalls verteuert.

 
Hauptsächlich aus saisonalen Gründen sind auch die Preise für Gemüse (+6,9 Prozent) deutlich gestiegen. Wegen schon beginnender Abverkäufe haben sich demgegenüber Bekleidungsartikel (-4,0 Prozent) im Dezember verbilligt.

 
Für das Gesamtjahr 2016 betrug die Inflationsrate in Bayern 0,6 Prozent, nachdem sie im Jahr 2015 bei 0,4 Prozent gelegen hatte.



Hinweis:

Die Presseinformation zum Berichtsmonat Dezember 2016 enthält vorläufige Ergebnisse.

 
Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Dezember 2016 mit Jahreswerten von 2014 bis 2016 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M1201C) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2011 bis Dezember 2016 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013).

 
Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail(vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).


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