Auf einen Blick


Pressemitteilung

205/2016/31/E
München, den 26. Juli 2016

Bayerische Produktion an Erfrischungsgetränken verzeichnet 2015 ein Zehnjahreshoch

Heißer Sommer sorgt für hohe Nachfrage

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erreichte die bayerische Produktion an Erfrischungsgetränken und Wasser 2015 mit 2,9 Milliarden Litern ein neues Zehnjahreshoch. Hierfür dürfte der heiße und trockene Sommer ein wichtiger Grund gewesen sein. Natürliches Mineralwasser mit hohem Kohlensäuregehalt („Sprudel“) war mit 651 Millionen Litern dabei weiter das beliebteste Getränk. Abermals starke Zuwächse erzielten insbesondere kohlensäurearmes Wasser und Quellwasser. Nach den Produktionsrückgängen der vergangenen Jahre verzeichneten auch Cola-Erzeugnisse erstmals wieder einen mengenmäßigen Anstieg.

 
Das Verarbeitende Gewerbe in Bayern (bezogen auf den Berichtskreis „Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten“, einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) verzeichnete dank eines Jahreswachstums von 6,1 Prozent an abgefüllten Erfrischungsgetränken (wie etwa Cola- und Colamischgetränke, Schorle, Wasser mit Aromen oder Vitamin- und Mineralstoff-Energiegetränke), natürlichem und sonstigem Wasser im Jahr 2015 mit der Menge von 2,9 Milliarden Litern ein neues Zehnjahreshoch und löste damit 2006 als bisheriges Rekordjahr ab (2,8 Milliarden Liter).

 
Die Produktion von natürlichem Mineralwasser mit klassischem (hohen) Kohlensäuregehalt von über 4,5g CO2/Liter („Sprudel“) erzielte nach den verhaltenen Wachstumsraten der vergangenen Jahre in 2015 ein Plus von 6,3 Prozent auf 651 Millionen Liter. Das Erzeugnis erreichte damit erneut die höchste Absatzmenge innerhalb der Güterklasse „abgefüllte Erfrischungsgetränke, natürliches Mineralwasser und sonstiges Wasser“.

 
Natürliches Mineralwasser mit wenig oder ohne Kohlensäure (bis 4,5g CO2/Liter) erzielte mit 10,5 Prozent das höchste Wachstum der Güterkategorie der abgefüllten Mineralwasser und kohlensäurehaltigen Wasser, nicht gesüßten und anderen nicht gesüßten Wasser (ohne Heilwasser) und setzte damit den starken Wachstumstrend der Vorjahre fort. Auch die Zuwachsrate an produziertem Quellwasser blieb mit 7,8 Prozent weiter auf einem hohen Niveau.

 
Nach den mengenmäßigen Rückgängen an produzierten Cola- und Colamischgetränken (ohne brennwertverminderte Erzeugnisse, sog. „light“-Produkte) der vergangenen zwei Jahre konnten die bayerischen Betriebe 2015 erstmals wieder eine Steigerung (um 8,8 Prozent auf 589,3 Millionen Liter) verzeichnen.

 
Ein ebenso beliebtes Getränk in Bayern bleibt das Bier. Auch hier hat der Absatz mit einer Menge von 2,4 Milliarden Litern im Jahr 2015 erneut zugelegt. Der Mehrabsatz von 58,8 Millionen Litern entsprach einem Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (Die Werte entstammen der Biersteuerstatistik, enthalten im Statistischen Bericht „Finanzen und Steuern - Absatz von Bier“ des Statistischen Bundesamts.)



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Produktion des Verarbeitenden Gewerbes in Bayern 2015“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).



Hinweis: Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

  • Statistische Berichte: Produktion des
    Verarbeitenden Gewerbes in Bayern
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