Auf einen Blick

Pressemitteilung

215/2016/34/C
München, den 03. August 2016

Fleischerzeugung in Bayern im ersten Halbjahr 2016 um vier Prozent gesunken

Rückgang insbesondere beim Schweinefleisch

 
Im ersten Halbjahr 2016 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen knapp 382 000 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum eine Abnahme um 15 800 Tonnen bzw. 4,0 Prozent. Maßgebend hierfür war insbesondere der deutliche Rückgang beim Schweinefleisch um 14 000 Tonnen bzw. 5,8 Prozent auf 228 400 Tonnen. Zwar wurde mit 152 000 Tonnen auch weniger Rindfleisch als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres produziert, die Minderung betrug jedoch lediglich 1 800 Tonnen bzw. 1,2 Prozent.

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden von Januar bis Juni 2016 in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 381 700 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein Minus von 15 800 t bzw. 4,0 Prozent.

 
Auf Schweinefleisch entfielen fast 60 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres sank die Schweinefleischproduktion um 14 000 t bzw. 5,8 Prozent auf 228 400 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm hierbei wegen des etwas höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts im gleichen Zeitraum um 6,3 Prozent (157 800 Tiere) auf 2,37 Millionen ab.

 
Mit 106 000 t, was einem Anteil von 46,4 Prozent entspricht, stammte knapp die Hälfte der Schweinefleischproduktion aus Niederbayern. Jeweils knapp ein Sechstel des Schweinefleischs wurden in Oberfranken (37 800 t) und Oberbayern (37 500 t) erzeugt.

 
39,8 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 152 000 t war die produzierte Fleischmenge um 1,2 Prozent (1 800 t) niedriger als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Zahl der geschlachteten Rinder nahm hierbei um 1,0 Prozent (4 600 Tiere) auf 439 500 ab.

 
Der regionale Schwerpunkt der Rind-fleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 56 900 t (Anteil 37,5 Prozent) sowie in Schwaben mit 38 600 t (25,4 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge von gut 1 200 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch (1 100 t) sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

 
Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, liegt der Anteil beim Schweinefleisch lediglich bei rund neun Prozent.



Hinweis:

Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

Eine Auswertung auf Kreisebene erfolgt nur für das endgültige Jahresergebnis.


Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft in Bayern im ersten Halbjahr 2016 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jungrinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

 94 736 

 56 942 

  808 

 26 122 

 17 761 

 11 833 

  277 

  141 

 37 506 

  252 

  21 

  16 

Niederbayern

 

 110 418 

 4 305 

  47 

 2 670 

  588 

  873 

  85 

  42 

 105 995 

  86 

  6 

  25 

Oberpfalz

 

 20 725 

 13 334 

  113 

 3 511 

 6 768 

 2 809 

  50 

  83 

 7 243 

  110 

  18 

  19 

Oberfranken

 

 58 736 

 20 887 

  47 

 7 434 

 9 924 

 3 341 

  66 

  75 

 37 796 

  35 

  6 

  13 

Mittelfranken

 

 33 037 

 13 771 

  49 

 5 091 

 5 583 

 2 920 

  104 

  25 

 19 007 

  243 

  7 

  9 

Unterfranken

 

 15 556 

 4 137  

  45 

 1 818 

 1 362 

  831 

  57 

  24 

 11 238 

  170 

  4 

  6 

Schwaben

 

 48 471 

 38 621 

  369 

 14 075 

 17 086 

 6 739 

  267 

  84 

 9 657 

  180 

  9 

  4 

 

Bayern 1. Hj. 2016

 

 381 679 

 151 996 

 1 476 

 60 721 

 59 073 

 29 346 

  906 

  474 

 228 443 

 1 076 

  72 

  92 

1. Hj. 2015

 

 397 489 

 153 826 

 1 494 

 65 871 

 56 623 

 28 329 

  994 

  515 

 242 392 

 1 048 

  67 

  156 

Veränderung

 

absolut

 

- 15 810 

- 1 829 

-  18 

- 5 150 

 2 450 

 1 017 

-  88 

-  40 

- 13 950 

  27 

  5 

-  63 

%

 

-  4,0 

-  1,2 

-  1,2 

-  7,8 

  4,3 

  3,6 

-  8,9 

-  7,9 

-  5,8 

  2,6 

  7,3 

-  40,7 

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).



Ausführliche Informationen zu früheren Jahren:

  • Statistische Berichte: Tierische Erzeugung
    (Jahresergebnisse; bis auf Landkreisebene)
  • Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.