Auf einen Blick

Pressemitteilung

233/2016/55/A
München, den 22. August 2016

Leichter Anstieg der Fallzahlen in bayerischen Krankenhäusern

Durchschnittliche Verweildauer leicht gesunken

 
Im Jahr 2015 wurden in den bayerischen Krankenhäusern rund 2,96 Millionen Patienten vollstationär behandelt, 12 684 oder 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, standen 76 000 Betten zur Verfügung. Die durchschnittlich in einem Krankenhaus verbrachte Zeit war mit 7,2 Tagen im Vergleich zu 2014 um 0,1 Tag kürzer.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, betrug die Zahl der vollstationär behandelten Patienten (Fallzahl) im Jahr 2015 insgesamt 2,96 Millionen und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 12 684 (+0,4 Prozent). Parallel dazu sank die Zahl der insgesamt angefallenen Berechnungstage geringfügig um 19 892 auf 21,42 Millionen (-0,1 Prozent). Die durchschnittliche Dauer eines Krankenhausaufenthalts belief sich auf 7,2 Tage und ging damit im Vorjahresvergleich um 0,1 Tage zurück.

 
Im Jahr 2015 standen in den 360 bayerischen Krankenhäusern 76 000 Betten für die stationäre Versorgung zur Verfügung, das sind 93 mehr als im Vorjahr. Nahezu drei von vier Betten (71,3 Prozent) befanden sich in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers, 17,2 Prozent in einem privatem Krankenhaus und 11,5 Prozent in einem Krankenhaus mit einem freigemeinnützigen Träger.

 
Die Auslastung der aufgestellten Betten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 77,4 auf 77,2 Prozent. Die Betten in öffentlichen Krankenhäusern waren zu 78,7 Prozent ausgelastet, die der freigemeinnützigen nur zu 73,6 Prozent und die der privaten Einrichtungen zu 73,4 Prozent.

 
Im Jahr 2015 waren 139 167 Vollkräfte (mit einem direkten Beschäftigungsverhältnis, ohne Schüler und Auszubildende sowie ohne Belegärzte, von Belegärzten angestellte Ärzte und ohne Zahnärzte) in den bayerischen Krankenhäusern tätig. 115 334 Vollkräfte gehörten zum nichtärztlichen Dienst, darunter allein 49 796 Vollkräfte zum Pflegedienst und 23 833 zum ärztlichen Dienst.

 
Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der in den bayerischen Krankenhäusern beschäftigten Vollkräfte im ärztlichen Dienst um 718 (+3,1 Prozent) und im nichtärztlichen Dienst um 2 550 (+2,3 Prozent) zu, während die Zahl der Pflegekräfte dagegen nur um 891 (+1,8 Prozent) anstieg.


Hinweis:

Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.
 
Weitere Ergebnisse enthält der voraussichtlich im Oktober erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2015“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).


Bettenzahl und Patientenbewegung in bayerischen Krankenhäusern von 1991 bis 2015

Jahr

Krankenhäuser
insgesamt

Aufgestellte Betten
insgesamt

Patientenbewegung 1)

Fallzahl

Berechnungs-/ Belegungstage

durchschnittl. Verweildauer

Nutzungsgrad der Betten

Anzahl

Tage

Prozent

 

1991

424

  87 914

2  177 094

27  150 044

12,5

84,6

1992

421

  87 318

2  243 193

27  042 539

12,1

84,6

1993

411

  87 032

2  284 551

26  750 703

11,7

86,5

1994

410

  87 021

2  342 743

26  495 982

11,3

83,4

1995

408

  86 407

2  421 130

26  379 433

10,9

83,6

1996

406

  85 609

2  459 269

25  724 153

10,5

82,1

1997

407

  84 686

2  512 598

25  646 527

10,2

83,0

1998

409

  84 230

2  586 709

25  790 075

10,0

83,9

1999

405

  83 718

2  629 233

25  743 557

9,8

84,2

2000

406

  83 484

2  661 234

25  531 675

9,6

83,6

2001

407

  83 138

2  678 249

25  024 518

9,3

82,5

2002

400

  82 540

2  668 938

24  400 575

9,1

81,0

2003

398

  82 078

2  658 771

23  226 323

8,7

77,5

2004

387

  79 674

2  550 443

21  597 421

8,5

74,1

    2005 2)

385

  80 077

3)

2  522 724

4)

21  312 162

4)

8,4

4)

75,2

3)

2006

381

  76 182

2  529 978

21  052 305

8,3

75,7

2007

375

  75 883

2  601 174

21  267 035

8,2

76,8

2008

379

  75 499

2  674 573

21  311 376

8,0

77,1

2009

377

  75 897

2  736 316

21  328 694

7,8

77,0

2010

373

  75 789

2  762 631

21  284 761

7,7

76,9

2011

370

  75 827

2  811 503

21  215 787

7,5

76,7

2012

369

  75 944

2  856 218

21  222 170

7,4

76,4

2013

366

  75 675

2  883 438

21  218 466

7,4

76,8

2014

364

  75 907

2  946 628

21  435 606

7,3

77,4

2015

360

  76 000

2  959 312

21  415 714

7,2

77,2

_________

 

1)

Einschließlich Stundenfälle.

 

2)

Einmalig wurden im Berichtsjahr 2005 die gesunden Neugeborenen in den Grunddaten erhoben. Da die Angaben für gesunde Neugeborene nicht separat ausgewiesen werden können, sind Vergleiche mit den Vorjahren bzw. mit den Folgejahren nur bedingt möglich.

3)

Die Zahl umfasst auch die Betten für Neugeborene.

4)

Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die gesunden Neugeborenen bei dieser Kennzahl herausgerechnet.

 


  • Statistische Berichte: Krankenhausstatistik:
    Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis
  • Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.