Auf einen Blick


Pressemitteilung

270/2016/32/P
München, den 29. September 2016

Steigende Gesundheitsausgaben in den Ländern

Zunahme der Gesundheitsausgaben um durchschnittlich 4,2 Prozent

 
Nach Berechnungen durch die AG GGRdL liegen die Gesundheitsausgaben im Jahr 2014 zwischen 6,8 Mrd. Euro in Hamburg und 71,0 Mrd. Euro in Nordrhein-Westfalen. Die Pro-Kopf-Ausgaben waren mit 4 233 Euro in Brandenburg am höchsten und mit 3 882 Euro in Hamburg am niedrigsten. Betrachtet man den Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP), so wurde in Hamburg mit 6,5 Prozent der geringste und in Brandenburg mit 16,7 Prozent der höchste Anteil ermittelt. Im Bundesdurchschnitt machten die Gesundheitsausgaben 11,2 Prozent des BIP aus.

 
Wie die AG GGRdL weiter mitteilt, entfiel der größte Anteil der Gesundheitsausgaben auf die Gesetzliche Krankenversicherung. Deren Anteil an den Gesundheitsausgaben insgesamt lag im Jahr 2014 zwischen 55,3 Prozent in Bayern und 65,6 Prozent in Sachsen.

 
Die Gesundheitsausgaben sind, verglichen mit 2013, durchschnittlich um 4,2 gestiegen. In Berlin war ein Anstieg um 4,7 Prozent zu verzeichnen. Für Thüringen wurde eine Zunahme um 3,7 Prozent ermittelt. Am stärksten stiegen die Gesundheitsausgaben bei der Gesetzlichen Krankenversicherung, in Berlin immerhin um 6,5 Prozent.

 
Die hier veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL). Für elf Bundesländer können vergleichbare Ergebnisse zu den Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträgern für die Jahre 2008 bis 2014 bereitgestellt werden.

 
Weitere Ergebnisse finden Sie unter www.ggrdl.de.



Gesundheitsausgaben in den Ländern – aktuelle Fakten
 
Wussten Sie, dass im Jahr 2014…

 
… in Baden-Württemberg und Bayern die Gesundheitsausgaben der Arbeitgeber mit 182 Euro je Einwohner deutlich über dem Bundesdurchschnitt (172 Euro je Einwohner) lagen?

 
… in Bayern im Vergleich zu den anderen Bundesländern der höchste Anteil an den Gesundheitsausgaben insgesamt, und zwar 15,6 Prozent, von den privaten Haushalten und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck getragen wird?

 
… in Berlin die Gesundheitsausgaben mit 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am stärksten gestiegen sind?

 
… in Brandenburg der Anteil von 16,7 Prozent der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt überdurchschnittlich hoch ist?

 
… in Hamburg die Gesundheitsausgaben privater Haushalte und privater Organisationen ohne Erwerbszweck gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent (-18 Mill. Euro) gesunken sind?

 
… in Hessen 0,4 Mrd. Euro durch die Gesetzlichen Unfallversicherungen ausgegeben wurden?

 
… in Nordrhein-Westfalen gut ein Fünftel der gesamtdeutschen Gesundheitsausgaben verursacht wurden?

 
Rheinland-Pfalz das einzige Bundesland ist, in dem die Gesundheitsausgaben in der Sozialen Pflegeversicherung stärker gestiegen sind als die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherungen?

 
… in Sachsen mit 65,6 Prozent an den Gesundheitsausgaben insgesamt der höchste Anteil an Gesundheitsausgaben durch die Gesetzlichen Krankenversicherungen verursacht wurde?

 
… in Schleswig-Holstein die Gesundheitsausgaben 13,5 Prozent des schleswig-holsteinischen Bruttoinlandsproduktes betrugen?

 
… in Thüringen und Sachsen die Ausgaben der Privaten Krankenversicherung mit rund 200 Euro pro Einwohner einen außerordentlich niedrigen Wert aufweisen, was auf eine geringe Zahl an Privatversicherten hinweist?



Hinweis:

Tiefer regionalisierte Zahlen für das einzelne Bundesland stehen nicht zur Verfügung.

 
Die hier veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL).

Für elf Bundesländer können vergleichbare Ergebnisse zu den Gesundheitsausgaben nach Ausgabenträgern für die Jahre 2008 bis 2014 bereitgestellt werden.

 
Weitere Ergebnisse finden Sie unter www.ggrdl.de.



Ausführliche Informationen:

  • Gesundheitsausgaben in Deutschland und ausgewählten Bundesländern
    Tabellen und Abbildungen (Achtung: mehrere Tabellenblätter!)
  • Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen
    der Länder (AG GGRdL)
  • Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.