Auf einen Blick


Pressemitteilung

329/2016/36/Q
München, den 17. November 2016

Bayerische Unternehmen verwendeten 2015 um 4,8 Prozent mehr potenziell klimawirksame Stoffe als im Vorjahr

Über die Hälfte der potentiell klimawirksamen Stoffe wurde im Kfz-Bereich eingesetzt

 
Im Jahr 2015 wurden von bayerischen Unternehmen 2 234 Tonnen potenziell klimawirksame Stoffe verwendet, um 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen rund vier Fünftel auf den Stoff R 134a, der überwiegend als Kältemittel in Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen zum Einsatz kommt. Das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential – GWP) der 2015 von bayerischen Unternehmen verwendeten klimawirksamen Stoffe lag bei 3,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

 
Im Jahr 2015 haben nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik 1 490 bayerische Unternehmen rund 2 234 Tonnen potenziell klimawirksame Stoffe zur Herstellung und Wartung ihrer Produkte verwendet. Das waren um 4,8 Prozent mehr als im Jahr 2014. Dabei handelte es sich überwiegend um Kältemittel, die bei der Erstbefüllung bzw. bei der Instandhaltung von Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen (2 130 Tonnen) zum Einsatz kamen. Als Treibmittel, u. a. zur Herstellung von chemischen Erzeugnissen sowie als sonstiges Mittel (z.B. als Lösemittel, Ätzgas oder Schutz- und Treibgas), wurden 2015 rund 104 Tonnen eingesetzt.

 
Der am häufigsten – hauptsächlich in Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen – eingesetzte Stoff war das Kältemittel R 134a. Darauf entfielen im Jahr 2015 insgesamt 1 763 Tonnen, d.h. rund vier Fünftel der insgesamt eingesetzten Menge an potenziell klimawirksamen Stoffen.

 
Differenziert nach Wirtschaftszweigen zeigt sich, dass etwas mehr als die Hälfte (55,5 Prozent bzw. 1 239 Tonnen) der 2015 verwendeten klimawirksamen Stoffe im Kfz-Bereich eingesetzt wurden und knapp ein Viertel (21,1 Prozent bzw. 471 Tonnen) im Maschinenbau.

 
Ein Großteil dieser Stoffe wird in geschlossenen Systemen verwendet, eine Gefährdung der Umwelt tritt also erst bei ihrer Freisetzung auf. Sie werden daher auch als „potenziell emissionsrelevant“ bezeichnet.

 
Der GWP-Wert / das CO2-Äquivalent eines Stoffes gibt dessen Treibhauspotenzial relativ zu Kohlendioxid (CO2) an, wobei das GWP von CO2, welches als Richtgröße dient, 1 beträgt. Das GWP des teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffes (H-FKW) R 23 hat beispielsweise den Wert 14 800, d.h. eine Tonne des Stoffes ist 14 800-mal klimawirksamer als die gleiche Menge CO2. Umgerechnet entsprach die Menge der von bayerischen Unternehmen verwendeten potenziell klimawirksamen Stoffe 3,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten.



Hinweis:

Die dargestellten Ergebnisse basieren auf den Zahlen der jährlichen Erhebung über die Verwendung klimawirksamer Stoffe für das Jahr 2015. Diese wird bei Unternehmen durchgeführt, die bestimmte klimawirksame Stoffe herstellen, ein- oder ausführen oder in Mengen von mehr als 20 Kilogramm pro Stoff und Jahr verwenden.


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Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.