Auf einen Blick

Pressemitteilung

82/2016/32/P
München, den 30. März 2016

Gesamtwirtschaftliches Wachstum in Bayern im Jahr 2015 bei 2,1 Prozent

Deutliche Zunahme im Verarbeitenden Gewerbe – Baugewerbe gibt nach

 
Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im Jahr 2015 nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik preisbereinigt um 2,1 Prozent. Damit lag das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Bayern über dem gesamtdeutschen Wert von 1,7 Prozent. Dabei nahm die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe mit 2,4 Prozent überdurchschnittlich zu. In den Dienstleistungsbereichen stieg sie um 2,0 Prozent an, während die Bruttowertschöpfung in der Land- und Forstwirtschaft um 0,5 Prozent und im Baugewerbe um 0,8 Prozent abnahm.

 
Die bayerische Volkswirtschaft befand sich auch im Jahr 2015 auf Wachstumskurs. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik meldet, erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Bayern im Jahr 2015 um 2,1 Prozent. Besonders stark war das Wirtschaftswachstum im Verarbeitenden Gewerbe ausgeprägt.

 
Hier stieg die Bruttowertschöpfung real um 2,4 Prozent. Die Dienstleistungsbereiche entwickelten sich mit einer Zunahme der Bruttowertschöpfung um 2,0 Prozent nahezu gleichlaufend mit der Gesamtwirtschaft. Rückläufig war die Entwicklung hingegen im Bereich „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ mit -0,5 Prozent und dem Baugewerbe mit -0,8 Prozent.

 
Das bayerische Wirtschaftswachstum war im Vergleich mit den gesamtdeutschen Werten überdurchschnittlich. In Deutschland nahm das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um lediglich 1,7 Prozent zu.

 
In einer Rangliste der Bundesländer lag Bayern gemeinsam mit Niedersachsen hinter
Baden-Württemberg (+3,1 Prozent), Berlin (+3,0 Prozent), Brandenburg (+2,7 Prozent), Bremen (+2,7 Prozent) und dem Saarland (+2,4 Prozent) auf dem sechsten Platz.

 
Seit dem Jahr 2010, dem derzeitigen Referenzjahr für den entsprechenden Index, hat sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Bayern insgesamt um 12,3 Prozent erhöht. Damit lag Bayern in dieser etwas längerfristigen Betrachtung vor Baden-Württemberg (+10,4 Prozent) und Berlin (+9,1 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer. Deutschlandweit erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im selben Zeitraum um 7,9 Prozent.



Hinweis:

Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

 
Die hier für das Jahr 2015 veröffentlichten Länderergebnisse beruhen auf den Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

 
Weitere Informationen und Ergebnisse zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen erhalten Sie unter www.statistik.bayern.de/statistik/vgr oder auf der Homepage des AK VGRdL unter www.vgrdl.de.

 
Ausführliche Ergebnisse enthält auch der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt in Bayern im Jahr 2015“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Das Bruttoinlandsprodukt in den Bundesländern 2014 und 2015

Land

Bruttoinlandsprodukt

In jeweiligen Preisen

preisbereinigt

2014

2015

Veränderung 2015 ggü. 2014

2014

2015

Veränderung 2015 ggü. 2014

Mrd. Euro

In Prozent

Index 2010 = 100

In Prozent

Baden-Württemberg

  437,3 

  460,7 

5,4 

107,0 

110,4 

3,1  

Bayern

  526,7 

  549,2 

4,3 

110,0 

112,3 

2,1  

Berlin

  117,7 

  124,2 

5,4 

105,9 

109,1 

3,0  

Brandenburg

  62,4 

  65,3 

4,7 

103,9 

106,6 

2,7  

Bremen

  30,1 

  31,6 

4,9 

105,3 

108,1 

2,7  

Hamburg

  105,2 

  109,3 

3,9 

104,0 

106,0 

1,9  

Hessen

  253,9 

  263,4 

3,8 

105,0 

106,8 

1,7  

Mecklenburg-Vorpommern

  38,4 

  39,9 

3,9 

102,6 

104,6 

1,9  

Niedersachsen

  248,5 

  258,5 

4,0 

104,5 

106,7 

2,1  

Nordrhein-Westfalen

  632,8 

  645,6 

2,0 

104,9 

104,9 

0,0  

Rheinland-Pfalz

  127,7 

  132,0 

3,4 

104,8 

106,3 

1,4  

Saarland

  33,5 

  35,0 

4,6 

103,3 

105,8 

2,4  

Sachsen

  108,6 

  112,7 

3,7 

106,9 

108,5 

1,5  

Sachsen-Anhalt

  55,1 

  56,2 

2,0 

100,2 

100,3 

0,1  

Schleswig-Holstein

  82,8 

  85,6 

3,4 

105,6 

107,1 

1,4  

Thüringen

  55,0 

  56,8 

3,3 

106,8 

108,0 

1,1  

Deutschland

 2 915,7 

 3 025,9 

3,8 

106,1 

107,9 

1,7  

darunter nachrichtlich:

 

 

 

 

 

 

Alte Bundesländer

 

 

 

 

 

 

      ohne Berlin

 2 478,5 

 2 570,9 

3,7 

106,3 

108,0 

1,7  

      einschl. Berlin

 2 596,2 

 2 695,1 

3,8 

106,3 

108,1 

1,7  

Neue Bundesländer

 

 

 

 

 

 

      ohne Berlin

  319,4 

  330,8 

3,6 

104,6 

106,1 

1,5  

      einschl. Berlin

  437,2 

  455,0 

4,1 

104,9 

106,9 

1,9  

_________

 

Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“.



Ausführliche Informationen:

  • Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
    der Länder VGRdL
  • VGR bei uns im Internet
  • Statistische Berichte: Bruttoinlandsprodukt
  • GENESIS: Bruttoinlandsprodukt
  • Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.