Auf einen Blick


Pressemitteilung

172/2018/32/A
München, den 11. Juli 2018

Mehr Beschäftigte im bayerischen Gesundheitswesen

Anstieg um 2,4 Prozent

 
Das Bayerische Landesamt für Statistik vermeldet 871 200 Personen, die 2016 im bayerischen Gesundheitswesen beschäftigt waren. Die Beschäftigten sind vorwiegend in Einrichtungen des ambulanten und stationären Bereichs tätig. Insgesamt sind gut drei Viertel der Beschäftigungsverhältnisse mit Frauen besetzt. Ein besonders starkes Wachstum der Beschäftigtenzahlen lässt sich mit 7,1 Prozent in Einrichtungen der ambulanten Pflege feststellen.

 
Das Bayerische Landesamt für Statistik teilt mit, dass die Zahl der im Gesundheitswesen beschäftigten Personen1) im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent gestiegen ist. Im Vergleich dazu nahm die Zahl deutschlandweit um durchschnittlich 2,1 Prozent zu. Von den 871 200 Beschäftigungsverhältnissen waren 21,3 Prozent in Krankenhäusern, 14,0 Prozent in Arztpraxen und 11,4 Prozent in der stationären und teilstationären Pflege angesiedelt.

 
Die insgesamt 664 900 weiblichen Beschäftigten sind besonders präsent in ambulanten und stationären Einrichtungen. Besonders hoch war der Anteil weiblicher Beschäftigter in bayerischen Pflegeeinrichtungen. In der ambulanten Pflege machten Frauen 86,8 Prozent, in der stationären und teilstationären Pflege 85,8 Prozent aus.

 
In nahezu allen Einrichtungsarten lässt sich eine positive Entwicklung der Beschäftigtenzahlen gegenüber 2015 vermelden. Die Beschäftigtenzahlen haben in der ambulanten Pflege um 7,1 Prozent und im Rettungsdienst um 5,4 Prozent zugenommen. Unter den stationären Einrichtungen sind die Beschäftigtenzahlen in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit 3,6 Prozent am stärksten gewachsen.

 
Die Abbildung zeigt die Entwicklung des Gesundheitspersonals in ausgewählten ambulanten und stationären Einrichtungen ab 2010. In der ambulanten Pflege ist ein besonders starkes Beschäftigtenwachstum mit 34,1 Prozent seit 2010 zu vermelden. Im stationären Bereich sind besonders die Beschäftigtenzahlen in Krankenhäusern gewachsen (13,8 Prozent). In Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sind die Beschäftigtenzahlen erst von 2014 bis 2016 – nach zuvor rückläufiger Entwicklung in den Vorjahren – wieder gewachsen.

 
Von 2010 bis 2016 haben die Beschäftigungsverhältnisse im gesamten bayerischen Gesundheitswesen um 13,8 Prozent zugenommen.

 
Diese und weitere miteinander vergleichbare Länderergebnisse werden durch die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) bereitgestellt (www.ggrdl.de).
 
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1) Mit Personen/Beschäftigten werden hier Beschäftigungsverhältnisse bezeichnet. Daher werden Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft mehrfach gezählt.



Hinweis: Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.






 
Ausführliche Informationen:

  • Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische
    Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL)
  • PM aus dem Vorjahr
  • Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.