Auf einen Blick


Pressemitteilung

278/2018/16/Z
München, den 06. November 2018

„Bayern in Zahlen“ neu erschienen

Oktober-Ausgabe der Monatszeitschrift gedruckt und online erhältlich

 
Der Zensus 2011 hat für die amtliche Statistik, wie auch für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft überragende Bedeutung. Am 19. September 2018 fällte das Bundesverfassungsgericht hierzu ein bedeutsames Urteil, welches sich auch auf alle künftigen Volkszählungen bzw. Zensen auswirkt. Weitere – auf Bayern bezogene – Themen sind die Einbürgerungen im Jahr 2017, die Ergebnisse der Gesundheitspersonalrechnung 2008 bis 2016 sowie die Verschuldung der kommunalen Körperschaften im Jahr 2017 und deren Entwicklung seit 1980. Im historischen Rückblick geht es um Anzahl, Herkunftsländer und Rechtsstellung ausländischer Personen in der Zeit von 1871 bis 1954.

 

 
Statistik-Schlagzeilen aus Bayern

Bevölkerung übersteigt erstmals die 13-Millionen-Marke. Leichter Rückgang der vollstationär Behandelten in Krankenhäusern. Bruttoinlandsprodukt legt überdurchschnittlich zu. Einkommenszuwachs der privaten Haushalte in Oberbayern am stärksten. Über 1,6 Millionen Personen im Dienstleistungsbereich tätig. Großhändler im ersten Halbjahr erfolgreich. Weniger Güterumschlag im ersten Halbjahr. Exporte und Importe auf nahezu gleichem Niveau. 11,6 Millionen Übernachtungen im Juli. Getreideernte bricht um fast 11 Prozent ein. Fast 5 600 landwirtschaftliche Grundstücke wechselten Eigentümer. Verkehrsunternehmen befördern rund 1,4 Milliarden Fahrgäste.

 
Der Zensus vor dem Bundesverfassungsgericht – Das Urteil vom 19. September 2018

Der Zensus 2011 hat für die amtliche Statistik, aber auch für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft überragende Bedeutung. Die aus ihm gewonnenen Erkenntnisse dienen der Sozialforschung ebenso wie der Städteplanung. Mit seinem Urteil vom 19. September 2018 hat das Bundesverfassungsgericht den registergestützten Zensus 2011 ohne Abstriche für verfassungsgemäß erklärt. Das Urteil hat somit auch für alle künftigen Volkszählungen bzw. Zensen große Bedeutung. Die wichtigsten Aussagen des Urteils werden zusammengefasst, mit kurzer Bewertung und Ausblick.

 
Einbürgerungen in Bayern 2017

Im Jahr 2017 wurden in Bayern 15 638 Personen eingebürgert. Davon kamen 10 732 Personen bzw. 69 Prozent aus Europa. Seit dem Brexitvotum hat sich die Zahl der Eingebürgerten aus dem Vereinigten Königreich gegenüber 2016 auf 974 verdreifacht. Innerhalb Deutschlands erfolgten die meisten Einbürgerungen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Bayern steht an dritter Stelle. Erläutert werden Rechtsgrundlagen, Voraussetzungen für die Einbürgerung sowie die Entwicklung seit dem Jahr 2000.

 
Ergebnisse der Gesundheitspersonalrechnung für Bayern 2008 bis 2016

Die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder veröffentlicht jährlich u. a. die Ergebnisse der Gesundheitspersonalrechnung, die hier für Bayern zusammengefasst werden. Beschrieben wird insbesondere die Entwicklung zwischen 2008 und 2016 nach Einrichtungsarten. Als wichtigste Ergebnisse hervorzuheben sind die zahlenmäßigen Zunahmen beim Gesundheitspersonal (um 20,3 Prozent) und bei den Beschäftigten in der ambulanten Pflege (um 47,2 Prozent).

 
Verschuldung der kommunalen Körperschaften in Bayern 2017

Wie es um die Schuldenaufnahmen und -tilgungen der kommunalen Körperschaften im Berichtsjahr 2017 stand und wie sich die Verschuldung im Zeitverlauf seit 1980 entwickelt hat, wird detailliert beschrieben. Hervorzuheben ist, dass sich die Verschuldung der Kernhaushalte der kommunalen Körperschaften in 2017 gegenüber dem Vorjahr um 304,5 auf 12 982,9 Millionen Euro verringert hat.

 
Historisch:
Die Ausländer in Bayern – Ein historischer Überblick von 1871 bis 1954

Kriege, Wirtschaftsdepressionen und politische Umwälzungen beeinflussen die Zahl und die nationale Zusammensetzung der auf bayerischem Boden lebenden Ausländerinnen und Ausländer. Dies gilt für heute ebenso wie für die im Beitrag beschriebene Zeit zwischen 1871 und 1954. Ausführlich betrachtet werden Anzahl, Herkunftsländer und Rechtsstellung der ausländischen Personen im Königreich Bayern sowie hauptsächlich in den Jahren vor, zwischen und nach den beiden Weltkriegen. Bemerkenswert ist, dass Bayern im Jahre 1954 mit 13 Ausländerinnen und Ausländern auf 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner unter allen Bundesländern den größten Anteil ausländischer Personen an der Bevölkerung aufwies.

 
Bayerischer Zahlenspiegel

Abschließend bringt der Bayerische Zahlenspiegel in Form von Tabellen und Graphiken die aktuell wichtigsten bayerischen Eckdaten auf den Punkt.



Die Monatszeitschrift „Bayern in Zahlen“ ist als Datei kostenlos abrufbar unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen. Die Druckausgabe (Bestell-Nr. Z10001 201810: Einzelheft 4,80 €, Jahresabonnement 46,- €) kann beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205 und 0911 98208-6270) oder Fax (089 2119-3457) bestellt werden.


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