Auf einen Blick


Pressemitteilung

285/2018/36/E
München, den 14. November 2018

Wieder mehr Strom in Bayern

Anstiege bei erneuerbaren Energien und Erdgas lassen die bayerische Stromerzeugung erstmals seit 2012 wieder wachsen

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erreichte die gesamte bayerische Stromerzeugung 2017 einen Wert von 84 694 GWh (Gigawattstunden), 3,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Erstmals seit 2012 hat damit die Stromerzeugung in Bayern wieder zugenommen. Erdgas steigerte seinen Anteil auf nun 13,0 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung, der Anteil der Steinkohlen sank leicht auf 4,5 Prozent. Der Ausbau der erneuerbaren Energien führte zu einem Anstieg der Bruttostromerzeugung in diesem Bereich um 5,7 Prozent im Jahresvergleich. Ursächlich hierfür waren vor allem die Zuwächse bei der Windkraft (+1 302 GWh) und der Photovoltaik (+482 GWh). Die Erzeugung aus Wasserkraft blieb hingegen konstant. In Summe erreichten die erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 44,1 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung im Jahr 2017 einen neuen Rekordwert.

 
Im Berichtsjahr 2017 wurden nach vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik in Bayern insgesamt 84 694 GWh Strom erzeugt und damit 3,9 Prozent mehr als im Jahr 2016, was in erster Linie auf den Anstieg bei den erneuerbaren Energieträgern zurückgeführt werden kann. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erreichte mit 37 324 GWh (+5,7 Prozent) einen Anteil von 44,1 Prozent, und damit den Spitzenplatz, an der Gesamtstromerzeugung im Berichtsjahr 2017.

 
Aus Kernenergie wurden in der Berichtsperiode 31 143 GWh Strom erzeugt, 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Während die Kernenergie im bayerischen Stromerzeugungsmix 2016 einen Anteil von 38,5 Prozent erreichte, waren es im Jahr 2017 nur noch 36,8 Prozent.

 
Die Stromerzeugung aus Steinkohlen sank um 4,7 Prozent auf 3 819 GWh. Dies entsprach einem Anteil von 4,5 Prozent im bayerischen Strommix. Braunkohlen kamen im bayerischen Kraftwerkspark nicht zum Einsatz, wenngleich deutschlandweit die Braunkohle der wichtigste Energieträger bei der Stromerzeugung ist. Die Stromerzeugung aus Erdgas stieg um 17,9 Prozent von 9 326 GWh auf 10 993 GWh im Berichtsjahr 2017. Einschließlich Kernenergie, Heizöl und sonstigen (nicht erneuerbaren) Energieträgern vereinten die konventionellen Energieträger rund 56 Prozent der Stromerzeugung auf sich.

 
Wichtigste regenerative Energiequelle war auch im aktuellen Berichtszeitraum die traditionell in Bayern starke Wasserkraft (12 160 GWh), vor der Photovoltaik (11 247 GWh). Die Photovoltaik verzeichnete einen Anstieg bei der Bruttostromerzeugung um 4,5 Prozent. Zuwächse konnten auch bei den anderen erneuerbaren Energieträgern beobachtet werden, so z.B. bei der Windkraft (+1 302 GWh) und der Biomasse (+220 GWh).

 
Die Windkraft, bei der Bayern geo- und topographische Nachteile im Vergleich zur Mitte und zum Norden Deutschlands hat, stieg um 40,2 Prozent, blieb aber in absoluten Werten (4 537 GWh) von eher untergeordneter Bedeutung. Die Stromerzeugung aus Biomasse, zu der feste und flüssige biogene Stoffe, Biogas, Klärschlamm und biogene Abfälle gerechnet werden, konnte um 2,5 Prozent auf 8 946 GWh erhöht werden.



Hinweis: Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.




  • Statistische Berichte:
    Energiewirtschaft in Bayern
  • Pressemitteilung

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