Auf einen Blick


Pressemitteilung

296/2017/36/Q
München, den 30. November 2017

Bayerische Unternehmen verwendeten 2016 kaum mehr potenziell klimawirksame Stoffe als im Vorjahr

Etwas mehr als die Hälfte der verwendeten klimawirksamen Stoffe wurden im Kfz-Bereich eingesetzt

 
Im Jahr 2016 wurden von bayerischen Unternehmen 2253 Tonnen potenziell klimawirksame Stoffe verwendet, um 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen gut sieben Zehntel auf den Stoff R 134a, welcher überwiegend als Kältemittel in Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen zum Einsatz kommt. Das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, kurz GWP) der 2016 von bayerischen Unternehmen verwendeten klimawirksamen Stoffe lag bei 3,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten.

 
Im Jahr 2016 haben nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik 1569 bayerische Unternehmen rund 2253 Tonnen potenziell klimawirksame Stoffe zur Herstellung und Wartung ihrer Produkte verwendet. Das waren um 0,8 Prozent mehr als im Jahr 2015. Dabei handelte es sich überwiegend um Kältemittel, die bei der Erstbefüllung bzw. bei der Instandhaltung von Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen (2145 Tonnen) zum Einsatz kamen. Als Treibmittel, u. a. zur Herstellung von chemischen Erzeugnissen sowie als sonstiges Mittel (z. B. als Lösemittel, Ätzgas oder Schutz- und Treibgas), wurden 2016 rund 108 Tonnen eingesetzt.

 
Der am häufigsten – hauptsächlich in Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen – eingesetzte Stoff war das Kältemittel R 134a. Darauf entfielen im Jahr 2016 insgesamt 1610 Tonnen, d. h. gut sieben Zehntel der insgesamt eingesetzten Menge an potenziell klimawirksamen Stoffen.

 
Differenziert nach Wirtschaftszweigen zeigt sich, dass etwas mehr als die Hälfte (55,6 Prozent bzw. 1252 Tonnen) der 2016 verwendeten klimawirksamen Stoffe im Kfz-Bereich eingesetzt wurden und knapp ein Fünftel (18,6 Prozent bzw. 418 Tonnen) im Maschinenbau.
Ein Großteil dieser Stoffe wird in geschlossenen Systemen verwendet, eine Gefährdung der Umwelt tritt also erst bei ihrer Freisetzung auf. Sie werden daher auch als „potenziell emissionsrelevant“ bezeichnet.

 
Der GWP-Wert bzw. das CO2-Äquivalent eines Stoffes gibt dessen Treibhauspotenzial relativ zu Kohlendioxid (CO2) an, wobei das GWP von CO2, welches als Richtgröße dient, 1 beträgt. Das GWP des teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffes (H-FKW) R 23 hat beispielsweise den Wert 14 800, d. h. eine Tonne des Stoffes ist 14 800-mal klimawirksamer als die gleiche Menge CO2. Umgerechnet entsprach die Menge der von bayerischen Unternehmen verwendeten potenziell klimawirksamen Stoffe 3,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten.


Hinweis:

Die dargestellten Ergebnisse basieren auf den Zahlen der Erhebung bestimmter klimawirksamer Stoffe für das Jahr 2016. Diese wird bei Unternehmen durchgeführt, die bestimmte klimawirksame Stoffe herstellen, ein- oder ausführen oder in Mengen von mehr als 20 Kilogramm pro Stoff und Jahr verwenden


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Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.