Auf einen Blick

Natürliche Bevölkerungsbewegung

Im Rahmen der natürlichen Bevölkerungsbewegung werden die Statistiken der Eheschließungen, der Geburten und der Sterbefälle sowie die Statistik der gerichtlichen Ehelösungen aufbereitet.

Die Statistiken liefern demografische Basisinformationen zum Geburtenverhalten, zur Beurteilung der Sterblichkeitsverhältnisse, der Lebenserwartung, der Alterung der Bevölkerung, dem Eheschließungs- und -scheidungsverhalten. Sie stellen somit grundlegende Angaben über die Lebensverhältnisse bereit und dienen der Unterrichtung der Öffentlichkeit sowie als Grundlage für familien- und sozialpolitische Entscheidungen. Zudem zeigen sie die Entwicklungen in der Vergangenheit bis zum aktuellen Berichtsjahr auf.

Grundlage der Statistiken bilden die Meldungen der standesamtlich registrierten Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen sowie der rechtskräftigen Entscheidungen der Familiengerichte in Ehesachen (Scheidungen).

Zu den Hauptnutzern der genannten Statistiken zählen die Bundesministerien, insbesondere das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die jeweiligen Länderressorts sowie internationale Organisationen. Daneben fragen auch Wissenschaft, Interessenvertretungen, Medien sowie die gesamte Öffentlichkeit die Statistiken nach.

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Eheschließungen

In der Statistik der Eheschließungen sind neben dem Zeitpunkt der Eheschließung auch die Geburtsdaten, die bisherigen Familienstände, Angaben zu gemeinsamen Kindern und zu den Staatsangehörigkeiten und Religionen beider Ehegatten enthalten.

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Geburten und Sterbefälle

Die Geburtenstatistik gibt Auskunft über Merkmale wie Geburtsdatum, Geschlecht, Körperlänge oder Geburtsgewicht der Kinder. Weiterhin finden sich in dieser Statistik auch Angaben zur Staatsangehörigkeit der Neugeborenen und Informationen zu Mehrlingsgeburten. Zusätzlich enthält die Geburtenstatistik Alter, Religion und Staatsangehörigkeit der Eltern. Für Geburten innerhalb bestehender Ehen sind darüber hinaus Informationen über vorangegangene Geburten verfügbar. Für Geburten, bei denen die Eltern nicht miteinander verheiratet sind, ist die Angabe von Merkmalen zum Vater freiwillig. Hier liegen entsprechende Informationen somit nicht in allen Fällen vor.

Die Statistik der Sterbefälle enthält beispielsweise neben der Todesursache, dem Datum des Sterbefalls sowie Geschlecht und Alter der Verstorbenen auch Angaben zu Staatsangehörigkeit, Religion oder Familienstand. In Fällen, in denen die Verstorbenen verheiratet waren, finden sich in dieser Statistik zusätzlich Hinweise zum Alter der überlebenden Ehegatten. Bei Säuglingssterbefällen (Sterbefälle innerhalb der ersten 52 Lebenswochen) stehen Informationen zu Geburtsgewicht, Körperlänge oder Säuglingsalter zur Verfügung.

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Gerichtliche Ehelösungen

Eine Ehe wird entweder durch den Tod eines Ehegatten oder durch ein gerichtliches Urteil beendet. Derzeit gehen etwa 44 Prozent der Ehelösungen auf den Tod des Mannes und 17 Prozent auf den Tod der Frau sowie rund 39 Prozent auf ein gerichtliches Urteil zurück. Bei den durch gerichtliches Urteil gelösten Ehen spielen die Auflösungsgründe "Nichtigkeitserklärung der Ehe" und "Aufhebung der Ehe" zahlenmäßig nur eine sehr geringe Rolle, 99,7 Prozent entfallen auf "Ehescheidungen" die im Rahmen der Statistik der gerichtlichen Ehelösungen aufbereitet werden.

Zur Erfassung der rechtskräftigen Urteile in Ehesachen werden monatlich elektronische Zählkarten bei den Geschäftsstellen der bei den Amtsgerichten errichteten Familiengerichte erstellt und dem Landesamt für Statistik übermittelt. Die Aufbereitung der Statistik der gerichtlichen Ehelösungen erfolgt jährlich.

Anmerkung zur Veröffentlichungen der Scheidungszahlen 2009:
„Im Zusammenhang mit der vollständigen Neufassung der Anordnung über die Erhebung von statistischen Daten in Familiensachen zum
01. September 2009 im Zuge des FGG-Reformgesetzes und der Umstellung des Geschäftsstellenautomationssystems bei den meldenden Berichtsstellen ist in der Ehelösungsstatistik für das Jahr 2009 in Bayern von einer Untererfassung von schätzungsweise 1 900 Fällen auszugehen.“

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