Demographischer Wandel in Bayern

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Bayern steht vor erheblichen demographischen Veränderungen – neben der landesweiten Alterung der Bevölkerung werden die absoluten Bevölkerungszahlen in Bayern zwar vorerst noch zunehmen, spätestens ab 2022 wird aber mit einer kontinuierlichen Bevölkerungsabnahme im Freistaat gerechnet. Da sich die demographische Entwicklung regional erheblich unterscheidet, wird den lokalen Akteuren auf diesen Seiten mit den Ergebnissen der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung ein Instrument an die Hand gegeben, das – kombiniert mit dem Expertenwissen vor Ort – eine regionalspezifische Situationsanalyse auf Basis aktueller Daten ermöglicht.

Bevölkerungsvorausberechnungen

Auf diesen Seiten stehen die Ergebnisse der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für verschiedene Gebietseinheiten bereit. Im Rahmen von sogenannten demographischen Profilen wurden die relevanten Ergebnisse der Berechnungen aufbereitet und in strukturierter Form allen Interessierten zu Verfügung gestellt.

Dreieck weiterführender LinkBevölkerungsvorausberechnung für den Freistaat Bayern, die Regierungsbezirke
 und die Regionen

Dreieck weiterführender LinkBevölkerungsvorausberechnung für die Landkreise und kreisfreien Städte Bayerns

Dreieck weiterführender LinkDemographie-Spiegel für bayerische Gemeinden

Dreieck weiterführender LinkVorausberechnung der Personen mit Migrationshintergrund


Dreieck weiterführender LinkBeitragsheft: Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern: Gesammelte Ergebnisse für alle kreisfreien Städte und Landkreise bis 2031

Dreieck weiterführender Link Ergebnisübersicht der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung 2011-2031

Dreieck weiterführender LinkVeröffentlichungen zum demographischen Wandel

Was sind Bevölkerungsvorausberechnungen?

Bevölkerungsvorausberechnungen sind als Modellrechnungen zu verstehen, die die demographische Entwicklung der vergangenen Jahre unter bestimmten Annahmen zu den Geburten, Sterbefällen und Wanderungen in die Zukunft fortschreiben. Sie zeigen, wie sich die Bevölkerungszahl und der Altersaufbau der Bevölkerung unter bestimmten, aus heutiger Sicht plausiblen, Annahmen entwickeln würden. Vorausberechnungen dürfen also nicht als exakte Vorhersagen missverstanden werden - sie zeigen "nur", wie sich eine Bevölkerung unter Beibehaltung der demographischen Trends der vergangenen Jahre entwickeln würde.

Die regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnungen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung werden nach einer national und international anerkannten, wissenschaftlich fundierten Methode berechnet, die auch vom Statistischen Bundesamt, den anderen Statistischen Landesämter, den Statistischen Ämter der meisten deutschen Großstädte sowie der amtlichen Statistik in den Nachbarländern Österreich und Schweiz genutzt wird. Zunächst werden Annahmen zur Entwicklung der Geburtenhäufigkeit, der Lebenserwartung und der Wanderungen bis zum Endjahr der Berechnungen getroffen. Sie basieren auf der Analyse von bisherigen Verläufen der einzelnen Parameter. Die eigentliche Berechnung geht dann von der Bevölkerung nach Alter und Geschlecht zu einem bestimmten Stichtag aus und wird für jedes Jahr des Berechnungszeitraums einzeln durchgeführt. Die bereits lebenden Jahrgänge werden in die nächst höhere Altersstufe übernommen, indem sie um erwartete Sterbefälle vermindert und um den jeweiligen Wanderungssaldo korrigiert werden. Die Lebendgeborenen werden hinzugefügt. Die Anzahl der Lebendgeborenen und der Gestorbenen wird berechnet, indem altersspezifischen Annahmen zur Geburtenhäufigkeit und zur Sterblichkeit auf die vorhandene Bevölkerung angewendet werden. Die Zu- und Abwanderungen ergeben sich aus dem angenommenen Wanderungssaldo und seiner Altersstruktur. Hierbei werden verschiedene Wanderungstypen berücksichtigt, z.B. Wanderungen gegenüber dem Ausland, den anderen Bundesländern, aber auch Binnenwanderungen innerhalb Bayerns.

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung betont, dass die konkrete Anwendung und Beurteilung der Daten dem Nutzer überlassen bleibt. Vor Ort sind die spezifischen Faktoren (z.B. zukünftig erhöhte Zuzüge durch Betriebsansiedlungen, vermehrte Fortzüge durch fehlende Infrastruktur oder durch Arbeitsplatzmangel), die einen zusätzlichen Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung haben können, besser bekannt.