Auf einen Blick

Gebiet, Flächennutzung

 
Das Staatsgebiet Bayerns umfasste am 31.12.2014 eine Fläche von insgesamt 70.550 km². Es erstreckt sich von 47° 16’ bis zu 50° 34’ nördlicher Breite und von 8° 58’ bis 13° 50’ östlicher Länge (Greenwich). Die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) ist der Ortszeit an der äußersten Westgrenze des Landes um 24 Minuten und 8 Sekunden, an der äußersten Ostgrenze um 4 Minuten und 40 Sekunden voraus. Innerhalb der geografischen Breitenkreise Bayerns liegen in Europa Paris, Wien, Budapest, die südliche Ukraine, in Nordamerika Vancouver, Quebec sowie der westliche Teil der Grenze zwischen den USA und Kanada und in Asien die nördliche Mongolei. Die höchste Erhebung Bayerns ist die Zugspitze mit 2.962m, die niedrigste der Wasserspiegel des Mains in Kahl a. Main mit 100m.

 
Die Fließgewässer Bayerns gehören nahezu vollständig zu den Einzugsgebieten der Donau und, über den Main, des Rheins. Nur die Eger und die Saale fließen zur Elbe ab. In Südbayern gibt es zahlreiche Seen. Die meisten Alpenvorlandseen, wie der Chiemsee oder der Starnberger See sind als Zungenbecken eiszeitlicher Gletscher entstanden, die Alpenseen wie Walchen- oder Königssee bildeten sich hingegen durch tektonische Vorgänge während der Entstehung der Alpen.

 
Das bayerische Gebiet wird auf unterschiedliche Weise genutzt. Die Nutzung lässt sich u.a. in die Kategorien Siedlungs- und Verkehrsfläche, Landwirtschafts-, Wald- und Wasserfläche unterteilen. Die Informationen über die Nutzung der Bodenflächen bilden eine wichtige Grundlage für Entscheidungen auf dem Gebiet der Raumordnungs- und Städtebaupolitik des Bundes, der Länder und der Gemeinden, der Landschafts- und Verkehrsplanung sowie hinsichtlich des Umweltschutzes. Der sog. Flächenverbrauch zeigt zudem auf, welche Fläche jährlich für Siedlungs- und Verkehrszwecke verloren geht.

 
Die Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung liefert Informationen über die Aufteilung der Bodenfläche nach Nutzungsarten. Sie wurde von 1980 bis 2008 alle vier Jahre jeweils zum Stichtag 31. Dezember durchgeführt. Ergänzend wurden seit 2001 jährlich Daten über die Siedlungs- und Verkehrsfläche erhoben, um den diesbezüglichen jährlichen Flächenverbrauch ermitteln zu können. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Siedlungs- und Verkehrsfläche in beachtlichem Umfang auch Grün- und Freiflächen umfasst, sodass dieser Flächenverbrauch nicht als Versiegelung (Überbauung, Betonierung, Asphaltierung usw.) interpretiert werden kann. Seit 2009 wird die Flächenerhebung jährlich durchgeführt. Den Daten liegt das amtliche Liegenschaftskataster bei den Vermessungsämtern zugrunde.

 
Dreieck weiterführender Linkzurück