Auf einen Blick

Private Haushalte

 
Die wichtigste Grundlage für die Ermittlung von Daten zu den Privaten Haushalten ist der seit 1957 bestehende Mikrozensus, die kleine (Mikro) Volkszählung (Zensus). In Bayern wird die Befragung in jedem Jahr in etwa 60.000 privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften mit insgesamt rund 125 000 Personen durchgeführt. Diese Anzahl entspricht einem Prozent der bayerischen Bevölkerung.

 
Die Auswahl der zu befragenden Einheiten (Stichprobe) geschieht nach einem festgelegten mathematisch-statistischen Zufallsverfahren, wodurch eine Übertragung der Stichprobenergebnisse auf die Gesamtheit der Bevölkerung möglich wird. Da eine Volkszählung sehr aufwändig und teuer ist, kann sie nur in großen zeitlichen Abständen durchgeführt werden. Die letzte Volkszählung fand in Deutschland 1987 statt.

 
Die Ergebnisse des Mikrozensus erlauben es nunmehr, die Entwicklung des Erwerbssystems, wie auch der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung über ein halbes Jahrhundert hinweg zu betrachten. Seit seiner Einführung dient der Mikrozensus der Bereitstellung statistischer Informationen über die Bevölkerungsstruktur, die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung, der Familien und Lebenspartnerschaften, über den Arbeitsmarkt sowie die berufliche Gliederung und Ausbildung der Erwerbsbevölkerung. Da der Mikrozensus eine Stichprobenerhebung ist, sind die Auswertungsmöglichkeiten auf regionaler Ebene begrenzt.

 
Der Mikrozensus ist in Deutschland zu einem Instrument der informationellen Grundversorgung geworden. Er hat sich zu einer unverzichtbaren Datenquelle für Parlament, Regierung, Verwaltung, für die Sozialpartner, für die Wissenschaften und die gesamte Öffentlichkeit entwickelt. Das Frageprogramm wird den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst. Jede Frage ist durch das Mikrozensusgesetz gesetzlich angeordnet. Wie die Volkszählung ist der Mikrozensus mit einer Auskunftsverpflichtung verbunden.
 
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