Auf einen Blick

Die Statistik der Straßenverkehrsunfälle erfasst Unfälle, die infolge des Fahrverkehrs auf öffentlichen Wegen und Plätzen entstanden sind und die von der Polizei aufgenommen wurden. Die Unfallstatistik unterscheidet zwischen Unfällen mit Personenschaden, schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden im engeren Sinn, sonstigen Unfällen unter dem Einfluss berauschender Mittel (z.B. Alkohol, Drogen, Rauschgift) und übrigen Sachschadensunfällen.
 
Kriterium der Zuordnung der Unfälle ist jeweils die schwerste Unfallfolge, d.h. bei einem Unfall mit nur Sachschaden wurden keine Verkehrsteilnehmer verletzt oder getötet. Als Verunglückte zählen Personen (auch Mitfahrer), die beim Unfall verletzt oder getötet wurden.
 
Unfälle mit Personenschaden sind solche, bei denen unabhängig von der Höhe des Sachschadens Personen verletzt oder getötet wurden. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden sind Unfälle, bei denen als Unfallursache eine Ordnungswidrigkeit (Bußgeld) oder Straftat im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr vorliegt und bei denen gleichzeitig ein Kraftfahrzeug aufgrund eines Unfallschadens von der Unfallstelle abgeschleppt werden muss (Kfz nicht fahrbereit). Detailliert erfasst werden auch alle sonstigen Sachschadensunfälle, bei denen ein Unfallbeteiligter unter dem Einfluss berauschender Mittel stand (Sonstige Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel); vor 2008 wurden anstelle der Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel nur die Alkoholunfälle ausgewiesen.
 
Als Beteiligte an einem Straßenverkehrsunfall werden alle Fahrzeugführer oder Fußgänger erfasst, die selbst – oder deren Fahrzeug - Schäden erlitten oder hervorgerufen haben. Verunglückte Mitfahrer zählen somit nicht zu den Unfallbeteiligten. Der Beteiligte, der nach Einschätzung der Polizei die Hauptschuld am Unfall hat, gilt als Hauptverursacher.

Als getötet bei Straßenverkehrsunfällen gelten Personen, die auf der Stelle getötet wurden oder innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall an den Unfallfolgen starben. Als verletzt bei Straßenverkehrsunfällen gelten Personen, die unmittelbar in Krankenanstalten für mindestens 24 Stunden zur stationären Behandlung eingeliefert werden (= Schwerverletzte) oder Personen, deren Verletzungen keinen bzw. einen Krankenhausaufenthalt von weniger als 24 Stunden erforderten (= Leichtverletzte).
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