Auf einen Blick

Die Gastgewerbestatistik umfasst eine monatliche und eine jährliche Erhebung. Die zentrale Aufgabe besteht darin, die konjunkturelle und die strukturelle Entwicklung in diesem Wirtschaftsbereich darzustellen. Die Ergebnisse der monatlichen Erhebung werden nur in Form von Messzahlen und Veränderungsraten nachgewiesen, die der jährlichen Erhebung in Absolutzahlen.


Die monatliche Gastgewerbestatistik zeigt die Entwicklung der Umsätze und der Zahl der Beschäftigten auf. Sie wird bei repräsentativ ausgewählten Unternehmen des Beherbergungsgewerbes und der Gastronomie durchgeführt, die über ihren Umsatz sowie die Zahl der Voll- und Teilzeitbeschäftigten berichten müssen. Diese Angaben werden hochgerechnet, so dass die Ergebnisse für alle Unternehmen gelten. Auskunftspflichtig sind nur Gastgewerbeunternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 150 000 Euro.


Die monatliche Gastgewerbestatistik ist ein Indikator für den privaten Konsum. Sie ist in das System der europäischen Konjunkturstatistiken integriert und dient damit auf nationaler und europäischer Ebene vor allem währungs- und wirtschaftspolitischen Zwecken. Sie liefert auch für Verbände und Interessenvertretungen wichtige Informationen. Nicht zuletzt gehen die Ergebnisse in die Berechnungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ein und leisten so einen Beitrag für die Ermittlung des Wirtschaftswachstums.


Die jährliche Gastgewerbestatistik beleuchtet die ökonomische Seite des Gastgewerbes. Sie ermittelt die betriebswirtschaftlichen Daten der Gastgewerbeunternehmen, wie z. B. Umsatz und Aufwendungen, Beschäftigte und deren Entgelte, Investitionen und Subventionen. Sie wird bei repräsentativ ausgewählten Unternehmen des Beherbergungsgewerbes und der Gastronomie durchgeführt. Diese Angaben werden hochgerechnet, so dass die Ergebnisse für alle Unternehmen gelten. Einbezogen werden hier – im Gegensatz zur monatlichen Erhebung – auch kleinere Unternehmen. Allerdings sind Unternehmen, deren Inhaber oder Inhaberinnen Existenzgründer oder Existenzgründerinnen sind, im Kalenderjahr der Betriebseröffnung sowie in den beiden folgenden Kalenderjahren, wenn das Unternehmen im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von weniger als 800 000 Euro erwirtschaftet hat, von der Auskunftspflicht befreit. Die jährliche Gastgewerbestatistik dient vorrangig wirtschaftspolitischen Zielen. Durch ihre Verankerung im Europäischen Statistiksystem werden ihre Ergebnisse aber nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf europäischer Ebene genutzt. Für Verbände und Interessenvertretungen werden wichtige Informationen über die wirtschaftliche Struktur im Gastgewerbe bereitgestellt. Nicht zuletzt gehen die Ergebnisse in die Berechnungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ein.Dreieck weiterführender Linkzurück