Auf einen Blick




Durch einen Zensus erhält man Grunddaten zur Bevölkerung, wie die amtliche Einwohnerzahl in Bund, Ländern und Gemeinden. Die Einwohnerzahl hat wiederum eine Vielzahl von unmittelbaren Auswirkungen auf die Handlungsspielräume der Städte und Gemeinden Bayerns, oft mit direkten finanziellen Folgen.

Die Zensusergebnisse dienen auch den Planungen im täglichen Lebensumfeld. Zum Beispiel sind Altersstrukturdaten in unserem Sozialstaat erforderlich, um die zukünftige Versorgungssituation einer Gemeinde mit Kindergärten, Schulen, Schulbussen und Seniorenheimen ermitteln zu können. Neben dem Nutzen für den Sozialstaat ist auch die Wirtschaft auf genaue Daten angewiesen. Unternehmen treffen beispielsweise ihre Standortentscheidungen unter anderem auf der Basis des vorhandenen Arbeitskräftepotentials und der erreichbaren Absatzmärkte.

In rund 50 Rechtsvorschriften dienen Zensusergebnisse als wichtige Bemessungsgrundlage. Die Einwohnerzahl ist zum Beispiel die Richtgröße für die Berechnung der Stimmen der Länder im Bundesrat und der Sitze in den kommunalen Vertretungsgremien. Angesichts ihrer Bedeutung für das demokratische Staatswesen und der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden kommt der Genauigkeit der ermittelten Zahlen eine sehr große Bedeutung zu. Unter anderem wirkt sich die Einwohnerzahl auch auf den Länderfinanzausgleich und den kommunalen Finanzausgleich aus.

Darüber hinaus haben amtliche Einwohnerzahlen eine hohe Bedeutung über den Zensusstichtag hinaus. Sie bilden die aktualisierte Grundlage für die Bevölkerungsfortschreibung, mit der zwischen zwei Zensus in regelmäßigen Abständen die amtlichen Einwohnerzahlen ermittelt werden.

Auf Basis des Zensus 2011 fortgeschriebene Einwohnerzahlen sind in unserer
Genesis-Online Datenbank abrufbar.