Pressemitteilung

289/2023/55/A
Fürth, den 23. Oktober 2023

2,66 Millionen Patienten aus der vollstationären Krankenhausbehandlung in Bayern im Jahr 2022 entlassen

Krankheiten des Kreislaufsystems sind häufigster Anlass für einen Klinikaufenthalt

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden im Jahr 2022 insgesamt 2,66 Millionen Patienten (Fälle) aus der vollstationären Behandlung in bayerischen Krankenhäusern entlassen. Laut jährlich durchgeführter Krankenhausdiagnosestatistik sind dies 29 305 Behandlungsfälle bzw. 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die häufigsten Gründe für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt im Jahr 2022 sind mit einem Anteil von 14,0 Prozent Erkrankungen aus dem Diagnosekapitel „Krankheiten des Kreislaufsystems“. Hier reduzieren sich die Fallzahlen um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es folgen „Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen“ mit 11,0 Prozent (+2,1 Prozent gegenüber 2021), sowie gut- und bösartige „Neubildungen“ mit einem Anteil von 9,8 Prozent (-1,0 Prozent gegenüber 2021). Krankheiten des Atmungssystems umfassen 6,2 Prozent aller vollstationären Behandlungsfälle. Hier zeigt sich ein Fallzahlanstieg um 11,0 Prozent gegenüber 2021.

An erster Stelle der Rangfolge einzelner Hauptdiagnosekategorien liegt, lässt man die klinische Versorgung von Lebendgeborenen (90 055 Fälle) unberücksichtigt, mit 66 776 Behandlungsfällen die „Herzinsuffizienz“ (+1,4 Prozent gegenüber 2021). Es folgen mit 43 885 Fällen „Vorhofflimmern und Vorhofflattern“ (+5,7 Prozent), darauf mit 42 634 Fällen „intrakranielle Verletzungen im Schädel“ (+3,6 Prozent) und der „Hirninfarkt“ mit 37 063 Fällen (-1,1 Prozent).

Fürth/Schweinfurt. Im Jahr 2022 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik in den 353 bayerischen Krankenhäusern insgesamt 2 659 875 Patienten (Fälle) aus der vollstationären Behandlung entlassen.; Das sind 29 305 Fälle bzw. 1,1 Prozent mehr als im Jahr 2021. Diese Zahlen resultieren aus der jährlich durchgeführten Krankenhausdiagnosestatistik.

Die häufigsten Anlässe für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt im Jahr 2022 waren mit 371 347 Fällen bzw. einem Anteil von 14,0 Prozent Krankheiten des Kreislaufsystems (Kapitel IX, I00 - I99, der ICD-10), gefolgt von der stationären Behandlung von Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Ursachen (292 146 Fälle bzw. 11,0 Prozent; Kapitel XIX, S00 - T98, der ICD-10) sowie der stationären Behandlung von gut- und bösartigen Neubildungen mit 261 721 Fällen (bzw. einem Anteil von 9,8 Prozent; Kapitel II, C00 - D48, der ICD-10). Es folgen die Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (mit 249 602 Fällen bzw. 9,4 Prozent; Kapitel XIII, M00 - M99, der ICD-10) und die Krankheiten des Verdauungssystems (Kapitel XI, K00 - K93 der ICD-10 mit 249 004 Fällen bzw. ebenfalls einem Anteil von 9,4 Prozent).

Lässt man die klinische Versorgung Lebendgeborener (90 055 Fälle) unberücksichtigt, so ist mit 66 776 Fällen die Herzinsuffizienz (I50 der ICD-10) die häufigste Hauptdiagnosekategorie im Jahr 2022. Es folgen Vorhofflimmern und Vorhofflattern (I48 der ICD-10; 43 885 Fälle), intrakranielle Verletzungen im Schädel wie z.B. eine Verletzung des Hirns, Hirntrauma und Gehirnerschütterung (S06 der ICD-10; 42 634 Fälle), und der Hirninfarkt (I63 der ICD-10; 37 063 Fälle).

45,0 Prozent aller vollstationären Behandlungsfälle im Jahr 2022 sind Patientinnen und Patienten mit 65 Jahren oder älter. Nicht ganz ein Viertel aller Fälle (24,1 Prozent) entfallen auf die Altersgruppe von 45 bis unter 65 Jahre. 16,1 Prozent aller Patienten sind 25 bis unter 45 Jahre alt. Das Durchschnittsalter liegt im Jahr 2022 bei 55,4 Jahren.

Die Anzahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen im Jahr 2022 veränderte sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr mit +1,1 Prozent nur leicht (+29 305 Fälle). Die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Krankheiten des Kreislaufsystems nahm um 0,4 Prozent bzw. 1 628 Fälle ab. Bei den Behandlungen von Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Ursachen zeigt sich ein geringer Anstieg gegenüber 2021 von 5 974 Fällen bzw. 2,1 Prozent. In der Diagnosegruppe der gut- und bösartigen Neubildungen reduziert sich die Fallzahl gegenüber 2021 um 1,0 Prozent bzw. 2 697 Fälle.

Hinweise:

Regionalisierte Daten stehen nicht zur Verfügung.

Diese Angaben gehen aus der jährlich erhobenen Statistik über die Diagnosen der Krankenhauspatienten (Krankenhausdiagnosestatistik) hervor. Hierbei werden alle im Laufe eines Berichtsjahres nach vollstationärem Krankenhausaufenthalt entlassenen Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) u.a. nach Alter, Geschlecht und Hauptdiagnose erfasst. Wenn Patientinnen und Patienten mehrfach im Jahr vollstationär behandelt werden, wird für jeden Krankenhausaufenthalt jeweils ein vollständiger Datensatz erstellt. Die „Fallzahl“ (Anzahl der Behandlungsfälle) in der Diagnosestatistik entspricht somit der Anzahl der Entlassungen aus vollstationärer Behandlung innerhalb des Berichtsjahres.

ICD-10: Diagnoseschlüssel gemäß ICD-10-GM, Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme – German Modification (GM) - in der für das Erhebungsjahr gültigen Version.

Ausführliche Ergebnisse enthält der voraussichtlich im November 2023 erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2022 (Bestellnummer: A4200C 202200)“. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (0911 98208-6311) oder Fax (0911 98208-6638).