Pressemitteilung

216/2023/31/E
Fürth, den 15. August 2023

Bayerische Industrieproduktion steigt um 5,0 Prozent im Juni 2023

Produktionsvolumen im ersten Halbjahr um 1,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum; vor allem Pharmaindustrie mit deutlichem Plus

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik verzeichnet die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes in Bayern im Juni 2023 gegenüber dem Vorjahresergebnis eine Zunahme von 5,0 Prozent. Die ersten sechs Monate des Jahres 2023 ergeben ein Plus von 1,8 Prozent. Die Pharmaindustrie steigert in diesem Zeitraum ihre Produktionstätigkeit deutlich.

Fürth. Die Produktion der bayerischen Industrie, also Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden auf den Berichtskreis „Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten“, verzeichnet im Juni 2023 gegenüber dem Vorjahresergebnis ein Plus von 5,0 Prozent. Wie die Fachgruppe des Bayerischen Landesamts für Statistik weiter mitteilt, steigt die Produktion bei den Investitionsgüterproduzenten um 9,6 Prozent, bei den Verbrauchsgüterproduzenten um 1,5 Prozent und im Vorleistungsgütersektor um 0,8 Prozent.

Der Vergleich mit den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 zeigt im entsprechenden Zeitraum 2023 eine Erhöhung der Produktion um 1,8 Prozent. Dabei ergibt der Vorjahresvergleich bei den Investitionsgüterproduzenten eine Zunahme von 6,8 Prozent. Die Produktion bei den Verbrauchsgüterproduzenten geht hingegen um 0,6 Prozent zurück und im Vorleistungsgütersektor reduziert sie sich um 3,8 Prozent.

Bei weiterer Differenzierung nach den einzelnen Zweigen des Verarbeitenden Gewerbes fällt die Entwicklung des Produktionsvolumens im bisherigen Jahresverlauf geteilt aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht vor allem die Branche „Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen“ ihren Produktionsausstoß mit einem Anstieg von 35,2 Prozent deutlich. Auch Bayerns gewichtiger Wirtschaftszweig „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ verbucht gegenüber dem durch kriegs- und pandemiebedingte Einflüsse belasteten Vorjahresergebnis eine starke Zunahme von 11,3 Prozent.

Ein kräftiges Minus ist hingegen bei der „Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen“ (-14,7 Prozent) und den besonders energieintensiven Zweigen „Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus“ (-16,7 Prozent), „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ (-13,8 Prozent) sowie „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ (-13,4 Prozent) zu verzeichnen.

Hinweise:

Regionalisierte Daten stehen nicht zur Verfügung.

Ausführliche Ergebnisse enthält der in KW 33/2023 erscheinende Statistische Bericht „Index der Produktion für das Verarbeitende Gewerbe in Bayern im Juni 2023“ (Bestellnummer: E1200C 202306). Der Bericht kann im Internet als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (0911 98208-6311) oder Fax (0911 98208-6638).

Weitere kostenlos abrufbare Ergebnisse zum Produktionsindex finden Sie online in unserer GENESIS Datenbank unter: https://www.statistikdaten.bayern.de/genesis/online

Produktion im Verarbeitenden Gewerbe Bayerns