Pressemitteilung

200/2019/16/Z
Fürth, den 20. August 2019

„Bayern in Zahlen“ neu erschienen

Juli-Ausgabe der Monatszeitschrift gedruckt und online erhältlich

Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarktlage sind eng verbunden mit der konjunkturellen Entwicklung. Allerdings sind sie nicht deckungsgleich. Im Jahr 2018 trübte sich die Konjunktur in Bayern wie auch in Deutschland insgesamt ein. Ungebrochen ist aber trotz dieser Wachstumsabschwächung die Beschäftigungszunahme: Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich, ebenso das Arbeitsvolumen. Gleichzeitig sank die Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand seit 44 Jahren. Ein Beitrag erläutert die Kennzahlen sowie die Änderungsraten in der Bruttowertschöpfung zwischen den Wirtschaftsbereichen im Freistaat. Weitere spannende Themen dieser Ausgabe sind die Ergebnisse der jährlichen Hochschulfinanzstatistik sowie ein Werkstattbericht zu den positiven Auswirkungen der Georeferenzierung im Statistischen Unternehmensregister.

Statistik-Schlagzeilen aus Bayern

18 062 Einbürgerungen. 398 junge Menschen aus 61 Nationen besuchten ein Studienkolleg. Anzahl der Professuren an Hochschulen erneut gestiegen. Rein rechnerisch 48,1 m2 Wohnfläche je Einwohner. Eigenheim-Quote bei 85,9 Prozent. Leichter Rückgang der Wohngeldempfänger. 7,64 Millionen Erwerbstätige. Unternehmensinsolvenzen stark angestiegen. Produktion des Verarbeitenden Gewerbes um 3,3 Prozent unter Vorjahresniveau. 43,8 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft. Weiterhin positive Entwicklung bei Gästeankünften und Übernachtungen. Weiterhin über 3 Millionen Rinder.

Kleine Feier zum Abschluss der Europawahl

Die vergangenen Monate waren von der Europawahl 2019 geprägt: Vorbereitung, Durchführung, Nachprüfung und Ergebnisfeststellung waren in knappen Fristen zu bewältigen. Dr. Thomas Gößl, Präsident des Bayerischen Landesamts für Statistik und zugleich Landeswahlleiter des Freistaats Bayern, bedankte sich bei allen Beteiligten für die konzentrierte und erfolgreiche Arbeit mit einem kleinen Empfang. Hochrangige Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration überbrachten Dankesworte von Staatsminister Joachim Herrmann.

Ergebnisse der Hochschulfinanzstatistik für das Berichtsjahr 2017

Die Hochschulfinanzstatistik erstreckt sich auf alle staatlichen und privaten Hochschulen und Hochschulkliniken. Als Totalerhebung werden jährlich die Einnahmen und Ausgaben bzw. die Aufwendungen und Erträge der Hochschulen erfasst, differenziert nach Arten und nach fachlicher Gliederung. Nicht ausgewiesen werden die laufenden Ausgaben für Lehre und Forschung. Im Jahr 2017 hatten die 55 auskunftspflichtigen Hochschulen zusammen Ausgaben von 8,18 Milliarden Euro und Einnahmen von 4,26 Milliarden Euro. Damit lagen die Ausgaben um 5,0 Prozent und die Einnahmen um 5,5 Prozent über dem jeweiligen Vorjahreswert.

Nachlassende wirtschaftliche Dynamik in Bayern 2018

Im Jahr 2018 setzte sich der Aufschwung in Bayern fort, jedoch mit nachlassender Dynamik. Das Bruttoinlandsprodukt in Bayern nahm preisbereinigt um 1,4 Prozent zu und blieb damit deutlich hinter dem Wert von 3,2 Prozent aus dem Jahr 2017 zurück. Ungebrochen ist trotz dieser Wachstumsabschwächung die Beschäftigungszunahme: Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 1,5 Prozent und auch das Arbeitsvolumen, also die von allen Erwerbstätigen geleisteten Arbeitsstunden, nahm um 2,0 Prozent zu. Die Arbeitslosigkeit sank auf den tiefsten Stand seit 44 Jahren. Die Arbeitsproduktivität nahm um 0,1 Prozent ab, die Stundenproduktivität sogar um 0,6 Prozent.

Geokoordinaten im Statistischen Unternehmensregister – ein Werkstattbericht

Das Statistische Unternehmensregister ist eine Datenbank der amtlichen Statistik, in der alle rechtlichen Einheiten, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, abgebildet sind. Seit einer Änderung des Statistikregistergesetzes vom 21. Juli 2016 werden im Statistischen Unternehmensregister die Angaben zu den Betrieben um deren Geokoordinaten ergänzt, welche sich aus der Anschrift ableiten lassen. Die Möglichkeiten, das Statistische Unternehmensregister für kartographische Darstellungen und Auswertungen nutzen zu können, erweitern sich durch diese Georeferenzierung deutlich.

Historisch: Das bayerische Hochschulwesen in den Jahren 1913/14 und 1921/22 unter Berücksichtigung seiner Entwicklung seit 1826/27

Im Laufe des 19. Jahrhunderts erreichten die Hochschulen – wie das ganze öffentliche Bildungswesen – „eine hohe Blüte“. Ausführlich beschreibt der Beitrag, wie sich infolge einer Universitätsreform die drei Landesuniversitäten Bayerns (München, Würzburg, Erlangen) sowie die anderen Hochschulen, Lyzeen und Akademien einschließlich ihres Lehr- und Verwaltungspersonals sowie der Studierenden entwickelt haben.

Bayerischer Zahlenspiegel

Abschließend bringt der Bayerische Zahlenspiegel in Form von Tabellen und Graphiken die aktuell wichtigsten bayerischen Eckdaten auf den Punkt.


Die Monatszeitschrift „Bayern in Zahlen“ ist als Datei kostenlos abrufbar unter www.statistik.bayern.de/produkte/biz. Die Druckausgabe (Bestell-Nr. Z10001 201907: Einzelheft 4,80 €, Jahresabonnement 46,- €) kann beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (089 2119-3457) bestellt werden.