Pressemitteilung
Fürth, den 14. Januar 2026
Inflation in Bayern liegt im Jahr 2025 durchschnittlich bei 2,1 Prozent
Anstieg der Verbraucherpreise seit dem Basisjahr 2020 um 22,4 Prozent
Fürth. Im Jahresdurchschnitt steigen die Verbraucherpreise 2025 im Freistaat
um 2,1 Prozent. Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion als Kerninflationsrate bezeichnet, beträgt im Jahr 2025 durchschnittlich 2,7 Prozent. Die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln liegt mit 2,6 Prozent im Jahresdurchschnitt über der allgemeinen Preisentwicklung, die Preise für Energie und Kraftstoffe sinken durchschnittlich um 2,9 Prozent.
Inflationsrate im Jahresdurchschnitt
Im Jahresdurchschnitt 2025 steigt der Verbraucherpreisindex auf 122,4 und liegt damit durchschnittlich 2,1 Prozent über den Preisen des Jahres 2024. Dies beschreibt einen eher moderaten Anstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zu den von der Coronapandemie betroffenen Jahre 2021 bis 2023. Im Vergleich zum Basisjahr 2020 sind die Verbraucherpreise im Jahr 2025 um 22,4 Prozent gestiegen. Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in 2025 im Jahresmittel auf 2,7 Prozent. Die Kerninflationsrate liegt damit auch im 2025 über der allgemeinen Preisentwicklung.
Preise für Schokolade und Kaffee im Jahresdurchschnitt deutlich gestiegen
Im Jahresdurchschnitt steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher die Preise für Nahrungsmittel um 2,6 Prozent. Insbesondere die Preise für Schokoladentafeln (+29,8 Prozent), Pralinen (+19,7 Prozent) und Bohnenkaffee (+16,9 Prozent) steigen im Jahr 2025 deutlich. Zucker (-21,1 Prozent) und Olivenöl (-26,0 Prozent) werden hingegen deutlich günstiger. Seit dem Basisjahr 2020 sind die Preise für Lebensmittel um 35,8 Prozent gestiegen.
Haushaltsenergie und Kraftstoffe werden günstiger
Die Preise für Energie liegen im Jahr 2025 durchschnittlich 2,9 Prozent unter den Preisen von 2024. Die durchschnittlichen Preise im Jahr 2025 liegen für Strom (-2,7 Prozent), Erdgas (-1,9 Prozent) und Heizöl (-5,4 Prozent) unter den Durchschnittspreisen des Vorjahres. Lediglich die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe steigen im Jahresvergleich um 3,0 Prozent. Die Durchschnittspreise für Kraftstoffe liegen 2025 um 2,5 Prozent unter den Preisen von 2024. Im Vergleich zum Jahr 2020 sind die Preise für Energie mit 41,1 Prozent deutlich gestiegen.
Moderate Preisentwicklung der Wohnungsmieten
Gegenüber dem Jahr 2024 erhöhen sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,0 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt damit geringfügig unter dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung. Mit einer Steigerung von 12,0 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020 liegt die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten ebenfalls unter der allgemeinen Preisentwicklung.
Ausgewählte Preissteigerungen im Alltag
Auch andere Güter und Dienstleistungen des Verbraucherpreisindex wurden in 2025 durchschnittlich teurer. So sind die Preise für Kombinierte Personenbeförderungsleistungen 2025 im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 11,9 Prozent gestiegen. Die Preise für Speisen und Getränke im Restaurant, Café, Bar und Ähnlichem sind durchschnittlich um 4,4 Prozent, die Beherbergung in Hotels, Motels und Gasthöfen um 2,5 Prozent gestiegen. Für Pauschalreisen müssen Verbraucherinnen und Verbraucher durchschnittlich 2,0 Prozent (im Inland) und 4,7 Prozent (im Ausland) mehr bezahlen als noch in 2024. Friseurdienstleistungen und andere Dienstleistungen für die Körperpflege werden binnen Jahresfrist um durchschnittlich 2,7 Prozent teurer.
Hinweise:
Methodische Hinweise:
Der Teilindex Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Unter Haushaltsenergie fallen u.a. Strom, Leichtes Heizöl sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe.Die Tatsächliche Nettokaltmiete ist definiert als tatsächliche Mietzahlungen ohne Nebenkosten.
Mehr Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht:
„Verbraucherpreisindex für Bayern. Monatliche Indexwerte von Januar 2020 bis Dezember 2025 mit Gliederung nach Haupt- und Sondergruppen“ (Bestellnummer: M1301C 2025 12).
Des Weiteren können die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex auch über die Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online: Statistik: 61111.
