Auf einen Blick

Zensus Dekobild


Vor knapp 30 Jahren nannte man diese in der amtlichen Statistik bedeutende Erhebung auch "Volkszählung". Eine traditionelle Volkszählung, wie sie in ähnlicher Form auch in der Bibel bei der Weihnachtsgeschichte erwähnt wird, fand in Deutschland zuletzt 1987 statt. Damals wurden alle Bürger direkt durch einen Interviewer befragt.

Was ist nun aber unter einem "registergestützten Zensus", dieser neuen Art der Volkszählung, überhaupt zu verstehen? Welchen Nutzen hat der Zensus? Welche Register wurden hierbei verwendet? Welche neuen Methoden und Verfahren waren notwendig, um trotz des Verzichts auf eine Totalerhebung qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen?

Beim registergestützten Zensus 2011 wurde, wie der Name schon andeutet, ein Großteil der erforderlichen Volkszählungsdaten aus bereits vorhandenen Verwaltungsregistern gewonnen. Beim Zensus wurden Daten der Melderegister, der Bundesagentur für Arbeit und der Berichtsstellen der Personalstandsstatistik verwendet. Der Zensus weist aber auch traditionelle Elemente einer Volkszählung in Form von direkten Befragungen auf. Zum Beispiel war es notwendig, Angaben zum Wohneigentum und über zusätzliche Merkmale, die nicht in Registern enthalten sind, wie das Bildungsniveau und den Migrationshintergrund zu erfragen. Hierzu wurden beim Zensus z. B. eine Gebäude- und Wohnungszählung, eine Haushaltsstichprobe und Erhebungen in Sonderbereichen durchgeführt. Weitergehende Informationen zur Methodik des Zensus sind hier zu finden.

Alle für den Zensus relevanten Gesetze sind hier zu finden.