Pressemitteilung

002/2026/35/M
Fürth, den 7. Januar 2026

Inflation in Bayern liegt im Dezember 2025 bei 1,7 Prozent

Verbraucherpreise bleiben unverändert gegenüber dem Vormonat November 2025

Fürth. Im Freistaat steigen die Verbraucherpreise im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent. Dabei kosten Nahrungsmittel 0,7 Prozent mehr. Energie kann im Vergleich zum Vorjahr hingegen um 2,0 Prozent günstiger bezogen werden.

Im Vergleich zum Vormonat November 2025 bleibt der Verbraucherpreisindex im Dezember 2025 unverändert. Nahrungsmittel sind im Vergleich zum Vormonat geringfügig günstiger (-0,2 Prozent). Die Preise für Heizöl sinken dagegen deutlich (-7,7 Prozent). Für Kraftstoffe müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat ebenfalls weniger bezahlen (-2,1 Prozent). Auch der Preis für Strom sinkt gegenüber dem November 2025 um 0,2 Prozent.

Verbraucherpreisindex und Teilindizes für ausgewählte Güter in Bayern

Inflationsrate im Dezember
Die Inflationsrate, gemessen als prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat, liegt im Dezember 2025 bei 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat November 2025 bleibt der Verbraucherpreisindex unverändert.

Die Teuerungsrate des Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie, in der öffentlichen Diskussion oft als Kerninflationsrate bezeichnet, beläuft sich in diesem Monat auf 2,2 Prozent und liegt damit weiterhin über der Gesamtinflation. Gegenüber dem Vormonat November 2025 steigt die Kerninflation um 0,2 Prozent.

Nahrungsmittel: Hohe Preissteigerungen bei Fleisch und Fleischwaren; Butter, Olivenöl, Quark sowie Speisefette und Speiseöle werden deutlich günstiger
Im Jahresvergleich steigen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Dezember 2025 die Preise für Nahrungsmittel um 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat November 2025 sinken die Preise hingegen um 0,2 Prozent. Fleisch und Fleischwaren (+4,5 Prozent) sowie Obst (+2,5 Prozent) werden gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer; der Preis für Gemüse hingegen sinkt um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Verbraucherpreise für Speisefette und Speiseöle (-21,7 Prozent), Quark (-22,8 Prozent), Olivenöl (-24,2 Prozent) und Butter (-33,9 Prozent) sinken dagegen spürbar gegenüber dem Vorjahr. Hier macht sich ein so genannter Basiseffekt bemerkbar, da die Preise für diese Produkte im Vorjahresmonat zum Teil stark gestiegen waren.

Heizöl, Strom und Erdgas im Vorjahresvergleich billiger
Die Preise für Energie liegen im Dezember 2025 um 2,0 Prozent unter dem Vorjahres-wert. Strom (-3,3 Prozent) und Erdgas (-5,1 Prozent) können im Vorjahresvergleich deutlich günstiger bezogen werden. Der Preis für Heizöl (-3,1 Prozent) sinkt ebenfalls im Vergleich zum Dezember 2024. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe werden dagegen deutlich teurer (+20,5 Prozent). Der Preis für Kraftstoffe liegt im Dezember 2025 auf dem Niveau des Vorjahreswertes.

Tanken wird im Vergleich zum Vormonat November 2025 um 2,1 Prozent günstiger. Die Preise für Heizöl sinken um 7,7 Prozent. Moderate Preissenkungen im Vergleich zum Vormonat ergeben sich bei Erdgas (-0,8 Prozent) und Strom (-0,2 Prozent). Die Preise für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe steigen im Vergleich zum November 2025 um 2,2 Prozent.

Wohnungsmieten – Preissteigerungen über der Entwicklung des Gesamtindex
Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Dezember 2025 um 2,1 Prozent. Die Preissteigerung in diesem Bereich liegt damit über dem Niveau der allgemeinen Preisentwicklung.

Entwicklung des Verbraucherpreisindex und Teinindizes für ausgewählte Güter in Bayern

Hinweise:
Die Ergebnisse für Dezember 2025 gelten zunächst als vorläufig. Ab dem 09. Januar 2026 finden Sie die endgültigen Landesergebnisse unter: https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise/index.html.

Methodische Hinweise:
Der Teilindex Energie umfasst Haushaltsenergie und Kraftstoffe. Unter Haushaltsenergie fallen u.a. Strom, Leichtes Heizöl sowie Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe.
Die Tatsächliche Nettokaltmiete ist definiert als Miete ohne Nebenkosten und ohne unterstellte Mieten.
Im Dezember 2024 wurde in der Verbraucherpreisstatistik turnusmäßig ein neuer Erhebungskatalog eingeführt, um geänderte Konsumgewohnheiten und die neuen Klassifikationen der Waren und Dienstleistungen (SEA 2021 und ECOICOP Version 2/COICOP 2018) zu berücksichtigen. Die klassifikationsbedingten Änderungen der Güterstruktur haben Auswirkungen auf die Ergebnisse der Verbraucherpreisstatistik.

Mehr Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht:
Verbraucherpreisindex für Bayern. Monatliche Indexwerte von Januar 2020 bis Dezember 2025 mit Gliederung nach Haupt- und Sondergruppen“ (Bestellnummer: M1301C 2025 12).
Download als .pdf unter:https://www.statistik.bayern.de/statistik/preise_verdienste/preise/index.html.

Des Weiteren können die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex auch über die Datenbank GENESIS-Online abge-rufen werden: Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online: Statistik:  61111.