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Pressemitteilung zum Mikrozensus

099/2026/42/A
Fürth, den 22. April 2026

Frauen in Führungsfunktionen: Statistik zeigt leichten Anstieg

Nach wie vor sind Frauen in Sozialen und Gesundheitsberufen, Männer in Technik und Fertigung beschäftigt

Ergebnisse des Mikrozensus 2025 zeigen, dass Frauen nach wie vor überwiegend in Berufen im Sozial- oder Ge-sundheitswesen arbeiten, Männer hingegen eher in fertigungstechnischen Berufen. So sind in Bayern 78 Prozent der 746 000 Erwerbstätigen in Gesundheitsberufen weiblich und 84 Prozent der 854 000 Erwerbstätigen in fertigungstechnischen Berufen männlich. Der Anteil weiblicher Führungskräfte insgesamt steigt im Vergleich zu 2015 geringfügig von 27 Prozent auf 29 Prozent. Auffällig ist, dass der Anteil männlicher Führungskräfte in IT- und naturwissenschaftlichen Berufen von 87 auf 78 Prozent im selben Zeitvergleich sinkt.

Fürth. Aktuelle Ergebnisse des Mikrozensus zeigen, dass die rund 7,2 Millionen Erwerbstätigen in Bayern im Jahr 2025 insgesamt besonders häufig in fertigungstechnischen Berufen, in Berufen der Unternehmensführung und -organisation, in unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufen und im Gesundheitswesen arbeiten. Wie das Fachteam des bayerischen Landesamts für Statistik mitteilt, sind geschlechterspezifische Unterschiede deutlich erkennbar: So sind weibliche Erwerbstätige nach wie vor besonders häufig in Gesundheitsberufen, in sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen und in Berufen in Unternehmensführung und -organisation beschäftigt. In die-sen Berufssegmenten liegt der Anteil der Frauen bei über 60 Prozent, bei Gesundheitsberufen beträgt er sogar 78 Prozent. Männliche Erwerbstätige arbeiten hingegen häufig in fertigungstechnischen Berufen, Verkehrs- und Logistikberufen sowie Bau- und Ausbauberufen.
Der Anteil männlicher Erwerbstätiger liegt in diesen Berufssegmenten bei über 75 Prozent, bei Bau- und Ausbauberufen sogar bei 90 Prozent.

Balkendiagramm zur Anzahl Erwerbstätiger in Bayern 2025 nach Geschlecht und Berufssegment - Öffnet große Ansicht

Führungskräfte in sozialen und Gesundheitsberufen überwiegend weiblich
Im Schnitt sind im Jahr 2025 von den 775 000 Führungskräften in Bayern (mit Entscheidungsbefugnis über Personal, Budget und Strategie) 29 Prozent weiblich und 71 Prozent männlich. Ein 10-Jahres-Vergleich zeigt: Der Anteil weiblicher Führungskräfte insgesamt ist zwischen 2015 und 2025 von 27 Prozent (187 000 Frauen) auf 29 Prozent (224 000 Frauen) leicht gestiegen.

Mehr als jede zweite Führungskraft in sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen und in Gesundheitsberufen ist im Jahr 2025 weiblich. In den weiteren Berufssegmenten, in denen der Frauenanteil insgesamt auch höher ist (wie z.B. Lebensmittel- und Gastgewerbeberufe, Handelsberufe und Berufe in der Unternehmensführung und -organisation), sind über 60 Prozent der Führungskräfte männlich. In fertigungstechnischen Berufen, Fertigungsberufen und Bau- und Ausbauberufen, in denen überwiegend Männer beschäftigt sind, liegen auch die Anteile männlicher Führungskräfte mit 90 Prozent oder mehr am höchsten.

Balkendiagramm zu Anteilen weiblicher Führungskräfte in Bayern 2015 - Öffnet große Ansicht

Anteil männlicher Führungskräfte in IT und Naturwissenschaften rückläufig
In einigen Berufen, in denen der Männeranteil unter den Beschäftigten hoch ist, wie z.B. Sicherheitsberufe, IT- und naturwissenschaftliche Dienstleistungsberufe und Fertigungstechnische Berufe nimmt die Zahl weiblicher Führungskräfte zu. Der Anteil der Frauen auf Führungspositionen in IT- und naturwissenschaftlichen Dienstleistungsberufen ist am stärksten gestiegen, denn der Männeranteil ist zwischen 2015 und 2025 von 87 Prozent auf 78 Prozent um neun Prozentpunkte gesunken. Auch in Sicherheitsberufen, Bau- und Ausbauberufen, fertigungstechnischen Berufen und Land-, Forst- und Gartenbauberufen ist der Männeranteil in Führungskräften binnen zehn Jahren rückläufig. Bei der Betrachtung der Berufe, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind, lässt sich in den sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen, unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufen und Gesundheitsberufen ein Zuwachs weiblicher Führungskräfte von sechs Prozentpunkten oder mehr feststellen. In Handelsberufen und in Lebensmittel- und Gastgewerbeberufen ist der Frauenanteil unter den Führungskräften mit einem Minus von zwei und einem Prozentpunkt leicht rückläufig.

Balkendiagramm zu Anteilen männlicher Führungskräfte in Bayern 2015 und 2025 - Öffnet große Ansicht

Hinweise:
Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.

Berufssegmente wurden gemäß der Statistik der Bundesagentur für Arbeit gebildet. Mehr Informationen unter: Klassifikationen der Berufe - Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Diese Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 gesetzlich verpflichtenden, repräsentativen Befragung von Haushalten in Deutschland. Jährlich wird rund ein Prozent der Bevölkerung zum Mikrozensus befragt. Rechtliche Grundlage der Erhebung ist das Mikrozensusgesetz (MZG). Durch die Auskünfte der Befragten liegen belastbare statistische Daten zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung vor. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische Planungen und Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Presse und interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.