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Pressemitteilung zum Camping

200/2026/35/M
Fürth, den 28. Juli 2026

Camping in Bayern sieht anhaltenden Boom

Langjähriger Vergleich seit 2015 zeigt 71,2 Prozent mehr Übernachtungen in 2025

Camping als Urlaubsform erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit, insbesondere in den zwei Jahren nach der Pandemie. Die aktuellen Auswertungen der Expertinnen des Bayerischen Landesamts für Statistik zeigen insgesamt nicht nur gestiegene Übernachtungszahlen auf bayerischen Campingplätzen1), sondern auch einen Preisanstieg für ausgewählte Güter und Dienstleistungen im Bereich Camping.
Im Jahr 2025 verzeichnen Campingbetriebe im Freistaat rund 8,6 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 71,2 Prozent im Vergleich zu 2015. Gleichzeitig ziehen die Preise für Wohnmobile oder Campinganhänger (+44,6 Prozent), Ausrüstung für Camping und Erholung (+22,5 Prozent) sowie die Campingplatzgebühren2) (+42,2 Prozent) zwischen 2015 und 2025 ebenfalls deutlich an. Insbesondere in den Jahren 2022 und 2023, den Folgejahren der Pandemie, sind die jährlichen Preisanstiege am größten.

Schweinfurt/Fürth. Die bayerischen Sommerferien stehen an und viele Familien in Bayern verbringen ihren Sommerurlaub auf dem Campingplatz. Die Expertinnen aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik werten aus diesem Anlass die aktuellen Daten der Verbraucherpreis- und Tourismusstatistik aus. Insbesondere in den zwei Jahren nach der Pandemie zeigt sich ein Camping-Boom, nicht nur in den Übernachtungszahlen, sondern auch bei der entsprechenden Preisentwicklung im Verbraucherpreisindex.

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Anstieg der Übernachtungszahlen auf Campingplätzen bei über 70 Prozent
Im Jahr 2025 verbringen rund 2,9 Millionen Gäste ihren Urlaub auf einem der bayerischen Campingplätze und bleiben dort im Durchschnitt 2,9 Tage. Während der Pandemie lag die mittlere Verweildauer in den Jahren 2020 und 2021 bei 3,4 Tagen.

Seit 2015 kann ein Anstieg der Gästezahl um 78,7 Prozent und ein Anstieg der Übernachtungen um 71,2 Prozent registriert werden. Im Vergleich dazu sind die Übernachtungszahlen über alle Betriebsarten der Beherbergung hinweg im selben Zeitraum um 16,8 Prozent gestiegen, darunter beträgt bei Hotelübernachtungen der Zuwachs 23,4 Prozent.

Der positive Trend im Campingtourismus zeigt sich mit Ausnahme der Corona-Jahre im gesamten betrachteten Zeitraum. Nach einem Einbruch der Gäste- und Übernachtungszahlen während der Pandemiejahre 2020 und 2021, in denen Urlaub nur eingeschränkt möglich war, verlief der Anstieg in den darauffolgenden Jahren 2022 und 2023 besonders stark.

Gerade bei Gästen aus dem deutschen Inland erlebt Camping einen Boom (+83,8 Prozent bei Übernachtungen). Die Übernachtungszahlen internationaler Gäste im Vergleich von 2015 bis 2025 wachsen moderat (+5,6 Prozent). Die ausländischen Gästegruppen mit den meisten Übernachtungen kommen traditionell aus den Niederlanden
(2015: 341 917; 2025: 316 466), der Schweiz (2015: 101 756; 2025: 139 457), Österreich (2015: 45 822; 2025: 97 676) und Italien (2015: 65 645; 2025: 38 883) zum Campingaufenthalt nach Bayern.   

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In den Folgejahren der Pandemie steigen die Preise für Camping enorm
Neben den steigenden Gästezahlen erhöhen sich auch die Preise im Campingsegment. Daten hierzu liefert der Verbraucherpreisindex. Er misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. In der Preis-Statistik finden sich die Positionen „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ sowie „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ als relevante Güter zum Thema Camping. Vergleicht man also die jährliche Preisentwicklung zwischen den Jahren 2015 und 2025, so zeigt sich ein Preisanstieg bei Wohnmobilen, Campinganhängern und anderen Anhängern, bei der Ausrüstung für Camping und Erholung im Freien sowie der Campingplatzgebühr2).

Konkret sind im Zeitraum zwischen 2015 und 2025 Wohnmobile oder Campinganhänger um
44,6 Prozent teurer geworden. Bei einem genaueren Blick auf die jährliche Preisentwicklung zeigen sich die größten Preisanstiege im betrachteten Zeitraum von 2021 auf 2022  (11,5 Prozent) sowie von 2022 auf 2023 (11,0 Prozent).

Bei der Ausrüstung für Camping und Erholung im Freien weisen die Ergebnisse der Verbraucherpreisstatistik einen Anstieg der Preise um 22,5 Prozent zwischen 2015 und 2025 aus. Hier sind die Preisanstiege von 2021 auf 2022 (+6,2 Prozent) sowie von 2022 auf 2023
(+5,7 Prozent) ebenfalls die größten im betrachteten Zeitraum. Auch bei der Campingplatzgebühr zeigt sich dieses Bild. Im Jahr 2022 lag die Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr 2021 bei
6,5 Prozent, für das Jahr 2023 sind die Campingplatzgebühren um
6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2022 gestiegen. Insgesamt sind die Campingplatzgebühren im Analysezeitraum von 2015 bis 2025 um 42,2 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: der allgemeine Preisanstieg gemessen durch die Veränderung des Verbraucherpreisindex lag zwischen 2015 und 2025 bei 30,1 Prozent.

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Hinweise:
1) Geöffnete Campingplätze mit 10 oder mehr Stellplätzen.

2) Die Preise für die Campingplatzgebühren werden zentral vom Statistischen Bundesamt für das gesamte Bundesgebiet erhoben. Die dargestellte Preisentwicklung für Campingplatzgebühren zeigt ein bundesdurchschnittliches Ergebnis und repräsentiert keine für Bayern spezifische Preisentwicklung.

Weitere Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex können Sie sowohl unter Preise und Kaufwerte für Grundstücke - Bayerisches Landesamt für Statistik sowie über die Datenbank GENESIS-Online abrufen: Bayerisches Landesamt für Statistik - GENESIS-Online: Statistik: 61111.

Weitere Ergebnisse zur Tourismusstatistik enthalten die Statistischen Berichte, die monatlich erscheinen:
Download als .pdf unter: https://www.statistik.bayern.de/statistik/wirtschaft_handel/tourismus